KISStalk-Der Podcast

KISStalk-Der Podcast

Transkript

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00:00:04: Willkommen zu einer neuen Folge Kiss Talk, dem Podcast aus und für Bad Kissingen.

00:00:10: Heute schauen wir wieder gemeinsam drauf, was gerade wichtig ist, was diskutiert wird und was hinter den Überschriften wirklich steckt.

00:00:17: In Kissingen Kompakt geht's diesmal um junge Perspektiven, wirtschaftliche Signale aus dem Landkreis und ganz praktische Fragen rund um Demokratie und Beteiligung.

00:00:28: Und im Treff im Turm wird es politisch persönlich.

00:00:31: Ich habe mit den Kandidaten fürs Oberbürgermeisteramt gesprochen.

00:00:35: Keine Wahlkampfparolen zum Abnicken, sondern Gespräche zum Zuhören.

00:00:39: Überhaltung, Ideen und den Blick auf Bad Kissingen's Zukunft.

00:00:44: Am Ende gibt's in Wogitras natürlich auch wieder ein paar Veranstaltungstipps für die nächsten Wochen.

00:00:49: Also, Kopfhörer auf und los geht's!

00:00:55: Kurz, klar, Kissingen.

00:00:57: Hier kommt Kissingen Kompakt.

00:01:01: Ich starte heute mit einem Thema, das zeigt, dass Bad Kissingen deutlich mehr ist als Kur und Klassik.

00:01:06: Bad Kissingen statt der Alten?

00:01:08: Diese Frage hat die Stadt ganz bewusst selbst beantwortet und zwar mit einem klaren Nein.

00:01:14: Mit dem neuen Online-Angebot Junges Weltbad bündelt die Stadt erstmals Veranstaltungen und Aktionen für Kinder, Jugendliche und Familien an einem zentralen Ort.

00:01:24: Ob Vereine, Initiativen oder städtische Einrichtungen.

00:01:27: Alles, was Junges Bad Kissingen bewegt.

00:01:30: ist künftig übersichtlich auf einer Plattform zu finden.

00:01:34: Der Clou, Vereine und Veranstalter können ihre Termine selbst eintragen oder unkompliziert einreichen.

00:01:41: Ergänzt wird das Ganze durch Social Media und einen eigenen WhatsApp-Kanal.

00:01:45: Kurz gesagt, weniger suchen, mehr mitmachen, ein starkes Signal, das Bad Kissingen Generationen übergreifend denkt.

00:01:54: Ich war für Kiss Talk beim dritten Wirtschaftsempfang des Landkreises Bad Kissingen im Kurgarten Café.

00:02:00: Rund zweihundert Unternehmerinnen und Entnehmer aus der Region waren der Einladung gefolgt und selten war ein Abend so geschlossen in seiner Botschaft.

00:02:09: Landrat Thomas Bolt machte gleich zu Beginn klar, der Landkreis lässt sich nicht von Krisen rhetorik treiben.

00:02:16: Statt Untergangsszenarien ging es um Vertrauen und Selbstwirksamkeit und um den nüchternen Blick auf Zahlen und Entwicklung.

00:02:24: Bad Kiesingen steht stabil da, besser als manche Debatte vermuten lässt.

00:02:29: Anschließend wurde es konkreter.

00:02:31: Roland Friedrich, Vorstandsvorsitzender der Sparkersbad Kissingen, schlug den Bogen von wirtschaftlicher Stärke zur Haltung.

00:02:38: Ein sehr gutes Geschäftsjahr steigende Kredite, direkte Effekte für die Kommunen, aber vor allem eine klare Botschaft.

00:02:45: Die Stimmung ist oft schlechter als die Lage.

00:02:48: Dauerhafte Krisenrhetorik helfe niemanden.

00:02:51: Schon gar nicht den Mittelstand.

00:02:54: Den strategischen Blick von oben lieferte Professor Dr.

00:02:57: Ulrich Reuter, Präsident des Deutschen Sprachhassen- und Giroverbandes.

00:03:02: Drei Jahre ohne Wachstum, historisch einmalig.

00:03:05: Und trotzdem, Kapital ist da, Investitionsbereitschaft ist da, was bremst, sind Bürokratie, Unsicherheit und zu langsame Verfahren.

00:03:14: Sein Appell, weniger warten, mehr machen.

00:03:17: Verantwortung übernehmen, jetzt und vor Ort.

00:03:21: Ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung des Abends folgte nach den Rieden.

00:03:25: Der Eintrag von Prof.

00:03:27: Reuter ins goldene Buch des Landkreises Bad Kissingen.

00:03:30: Ein symbolischer Akt, der deutlich gemacht hat, welchen Stellenwert der Wirtschaftsstandort Bad Kissingen mittlerweile auch über die Region hinaus hat.

00:03:38: Und am Strich war das weniger ein klassischer Empfang und mehr ein gemahrinsamer Lagecheck mit klare Richtung.

00:03:45: Zufallsicht ja, schön reden nein, Potenzial ist da, jetzt muss es genutzt werden.

00:03:50: Und ganz leise, nur mit einem Augenzwinkern gefragt, War das ein politischer Impulsabend oder sehr gute Sparkassenwerbung mit Mehrwert für den Landkreis?

00:04:00: Vermutlich beides und genau das macht es rund.

00:04:05: Und damit sind wir bei einem Thema, das direkt in die Zukunft der Stadt führt.

00:04:10: Die Briefwahl für die Kommunalwahl am achten März ist ab sofort online beantragbar.

00:04:15: Die Unterlagen werden ab sechzehnten Februar verschickt oder können persönlich abgeruht werden.

00:04:21: Wichtig, die Fristen unterscheiden sich je nach Antragsweg.

00:04:24: Online endet die Beantragung am dritten März, andere sind bis zum sechsten März möglich.

00:04:31: Warum das hier passiert?

00:04:32: Weil all das, worüber wir gerade gesprochen haben, junge Angebote, wirtschaftliche Entwicklung, Gestaltungsspielräume am Ende auch davon abhängt, wer politische Verantwortung übernimmt.

00:04:44: Und genau da machen wir jetzt weiter.

00:04:48: In Treff im Turm habe ich mit André Kiesel und Dr.

00:04:51: Dirk Vogel gesprochen, wie sie bei Kühlsingen künftig führen wollen.

00:04:54: Sachlich, vergleichbar, ohne Wahlkampfgedöse.

00:04:58: Los geht's!

00:05:07: Zwei Kandidaten, zwei lange Gespräche und viele Themen.

00:05:11: Da vielleicht nicht jeder von euch alle Gespräche in voller Länge hören kann oder will, Bündel ich in dieser Folge die wichtigsten Aussagen von Amtsinhaber Dirk Vogel und Herausforderer André Kiesel.

00:05:24: Sortiert nach Themen.

00:05:26: Die kompletten Interviews können Sie natürlich auch hier im Feed anhören, wenn Ihr Zeit und Lust dazu habt.

00:05:33: Diese Folge ist der Vergleich.

00:05:37: Starten wir mit der grundlegendsten Frage.

00:05:39: Mit welchem Selbstverständnis gehen beide in diese Wahl?

00:05:43: Dirk Vogel beginnt.

00:05:46: Ich meine, das war ja, und ist es nach wie vor, ein Stück weit ein Lebenstraum für mich Oberbürgermeister dieser wunderschönen Stadtbad Kissingen zu sein.

00:05:55: Und ich wusste zum damaligen Zeitpunkt, dass das die und auch die letzte Chance ist, tatsächlich diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

00:06:07: Von daher gab es da nicht viel nachzudenken.

00:06:09: Das politische Fenster ging aus und ich bin hin durchgeschlüpft, also mit einer hohen Unsicherheit.

00:06:15: Die Themen musste man sich aus der Distanz erarbeiten.

00:06:18: Das habe ich, denke ich, alles im Allem ordentlich gemacht.

00:06:21: Und heute natürlich ist es eine ganz andere Situation, in der man seit sechs Jahren bald kontinuierlich an jeder Facette arbeitet.

00:06:31: Man ist im Saft, wenn ich das mal so sagen darf, und hat sich mit allem eigentlich irgendwann schon mal befasst.

00:06:36: Wenn man jeden Tag im Schnitt zehn Stunden mit dieser Stadt zu tun hat, dann setzt sich da natürlich auch... So eine gewisse Routine in den Themen durch, weil man sie eben alle schon mal durchdiskutiert hat und weil man weiß, was man gemacht hat, woran man aktuell arbeitet und was man vorhat.

00:06:55: Viel Erfahrung und Kontinuität auf der Seite von Dirk Vogel.

00:06:59: Hören wir rein, was André Kiesel motiviert.

00:07:03: Also es gab tatsächlich keinen konkreten Auslöser.

00:07:07: Es war einfach so, dass wenn man jung ist, dann baut man sich eine Existenz auf.

00:07:12: Dann hat man kleine Kinder, dann baut man ein Haus und schaut erst mal, dass man seine Kanzlei etabliert.

00:07:22: Und jetzt, nach zwanzig Jahren, ist es einfach so zwanzigjahr berufliche Tätigkeit, die Kanzlei ist etabliert.

00:07:28: Die Kinder sind groß und dann hat man das Gefühl, es hat alles geklappt in seinem Leben.

00:07:35: Es war bisher gut, aber irgendwie ... hat man das Bedürfnis, dass man auch was zurückgeben möchte, dass man was gestalten möchte.

00:07:43: und wenn dann das Amt des Oberbürgermeisters von Bad Kissingen.

00:07:48: Also ich möchte auch Oberbürgermeister von Bad Kissingen werden, weil ich finde, dass Bad Kissingen viel Potential hat, dass man da gestalten kann, dass man da viele Möglichkeiten hat und letztendlich, weil ich eine starke Verbindung zu Bad Kissingen aufgebaut habe.

00:08:06: Als Kind ist man schon das Schöne der Rassenschwimmbad, dann die Eishalle.

00:08:12: Als Jugendlicher ist man in die Eisdisko gegangen, dann hat man hier sein Abitur gemacht, sieben Uhr neunzig.

00:08:22: Und hat sein ganzes Berufsleben in Bad Kissingen verbracht und hat während der letzten zwanzig Jahre so viele fantastische Kissinger-Bürger kennengelernt.

00:08:34: Da ist einfach was gewachsen, da ist eine Verbindung entstanden und deswegen möchte ich Oberbürgermeister für Bad Kissingen wählen.

00:08:41: Ja, nach der Motivation kommen wir zum ersten Teamblock.

00:08:45: Teamblock, Wirtschaft und Standort.

00:08:47: Wirtschaft ist ja die Grundlage für alles andere.

00:08:51: Wo steht Bad Kissingen und wo könnte es stehen?

00:08:54: Auch das habe ich beide gefragt und wieder gab es ganz unterschiedliche Antworten.

00:08:59: Wir beginnen wieder mit dem Amtsinhaber, Dirk Vogel.

00:09:03: Für mich, für die Stadtentwicklung, die wichtigste ist die Entwicklung der Höhe der Gewerbesteuereinnahmen.

00:09:09: Eindeutig, weil sie ja beschreibt, wie erfolgreich sind unsere Unternehmen und wie viel haben wir, auch wenn, wie gesagt, der staatliche Finanzierungswesen und einiges von dem Geld wegnimmt, aber erst mal grundsätzlich, wie viel Geld haben wir zur Verfügung, weil die Gewerbesteuereinnahmen ja hier vor Ort im Grunde genommen für uns Die Sahne ist auf dem Kaffee, mit der wir einfach mehr machen können.

00:09:33: Und deswegen ist für uns schon die wichtigste, wie die Entwicklung der Gewerbesteuer und der Einkommensteuerentwicklung ist.

00:09:39: Beide sind positiv.

00:09:40: Wir haben so viel Gewerbesteuereinnahmen wie nie mit um die fünfzehn Millionen Euro herum steigend.

00:09:48: Wir haben seit zwei Tausendneunzen eine seventy-fünfzig-prozentige Gewerbesteuereinnahmensteigerung.

00:09:55: Inflationsbereinigungen sind zu ca.

00:09:57: ca.

00:09:57: ca.

00:09:57: so.

00:09:58: Also daran sieht man, dass der Standort Bad Kiesingen stark ist.

00:10:01: Also wir sind hier die Keschkau und haben nicht die rote Laterne.

00:10:04: Es war mir immer wichtig zu betonen, da wäre ich mich auch dagegen, dass wir immer so auch manchmal in den Mediendarstellungen die Stadt hat kein Geld.

00:10:13: Nein, die Stadt hat... wegen des Finanzierungssystems.

00:10:17: tatsächlich kann sie nicht alle Aufgaben sofort machen.

00:10:20: So ein bisschen die Berlin- Bayern-Diskussion, die unser Ministerpräsident führt, aber bei Kissingen ist definitiv die stärkste Stadt in diesem Landkreis.

00:10:30: Und das liegt daran, dass wir wirtschaftlich sehr erfolgreich sind.

00:10:36: Vor allem unsere Unternehmen hier, das habe ich ja nicht persönlich gemacht.

00:10:39: Und es wirkt auch unsere Vorgängergeneration, wirkt danach, dass wir insbesondere im Laborbereich, aber auch mit unterschiedlichen Wirtschaftssektoren diversifiziert sehr erfolgreich.

00:10:51: Ein durchaus positive Blick auf unsere Stadt und den Wirtschaftsstandort Bad Kiesingen.

00:10:56: Ganz andere Töne kommen hier vom Herausforderer.

00:10:59: Also ich denke, dass man noch mehr machen kann, noch mehr Betriebe ansiedeln kann.

00:11:07: Mir ist ein Gutachten vorgelegt worden, ein teures Gutachten, was die Stadt Bad Kissingen eingeholt hat.

00:11:14: Und das Gutachten hat das Erscheinungsdatum Juni, zwanzig.

00:11:21: Und in diesem Gutachten kommt zu, das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Nachfrage nach Gewerbeflächen das vorhandene Angebot um circa sechs Hektar übersteigt.

00:11:36: Also das bedeutet, dass gerne Betriebe nach Bad Kissingen gekommen wären, wenn sie in einer Größenordnung der Flächengröße von circa sechs Hektar, wenn es das Angebot gäbe.

00:11:51: Und dann muss ich schon vielleicht einen kleinen Vorwurf machen, dass da in den letzten Jahren diesbezüglich nichts passiert ist.

00:11:59: Und jetzt, natürlich vor der Kommunalwahl, wird dann jetzt das Kasernenot erschlossen.

00:12:10: hinterm hellweg und das ist eben meine frage die ich so nicht ganz verstehe warum warum er jetzt so lange gewattet hat wenn man dieses dieses gutachten vorliegen hat.

00:12:22: und das gutachten kommt auch zu dem ergebnis dass bei bei der diskothek look in diesem gewerbe gebiet nachverdichtungen möglich ist.

00:12:32: und hier ist halt auch in den letzten jahren nichts passiert.

00:12:35: und das ist mir Wichtig, dass wir das jetzt endlich halt anpacken, dass wir ja mehr Gewerbebetriebe nach Kiesingen holen und somit auch die Wirtschaft von Bad Kiesingen stärken.

00:12:49: Neben der Wirtschaft ist natürlich auch der Tourismus enorm wichtig für Bad Kiesingen.

00:12:53: Seit fünf Jahren sind wir nun Welterbestatt.

00:12:56: Aber was bedeutet das ganz konkret heute und morgen?

00:12:59: Auch hier wieder der Blick bei der Bewerber um das Oberbürgermeisteramt.

00:13:05: Wir beginnen wieder mit Der Vogel.

00:13:08: Ja, also ich meine, man kann das sicherlich nicht.

00:13:10: Ich meine, wir sind aus dem Welterbetitel parallel mit Corona rausgekommen.

00:13:13: Also es ist schwierig, vorher, nachher klar zu definieren oder festzulegen.

00:13:19: Aber nichtsdestotrotz.

00:13:20: Wir haben ein Turniergebäude gemacht und ich glaube nicht, dass wir die deutsche Stiftung Denkmalschutz dazu gebracht hätten, vierhunderttausend Euro mit zu investieren beim Turniergebäude, wenn es nicht bestandteil der Great Spa Towns of Europe gewesen ist.

00:13:36: Wenn wir im Moment mit dem Bahnhof diskutieren, sollen Zukunftsbahnhof werden, dann meine ich, dass es einen signifikanten Unterschied macht, ob wir argumentieren, da gibt es ein Fürstenzimmer, das ist Bestandteil der UNESCO-Welterbe, es ist Bestandteil dieser Bewerbung gewesen.

00:13:57: Und wir erwarten jetzt als Stadt einfach, dass auch Geld in die Hand genommen wird.

00:14:02: Da bin ich mir sicher, dass ein... ... eine Welterbestatt Bad Kissingen ... ... mehr Chancen hat ... ... auf diesen Ebenen Aufmerksamkeit ... ... und damit auch ... ... im später Mittelzufluß zu generieren, ... ... als wenn sie keinen Welterbetrieb hätte.

00:14:16: Also da ... ... bin ich mir doch sehr sicher, ... ... das war auf den staatlichen ... ... und auch ... ... nicht staatlichen, aber ... ... quasi staatlichen ... ... Organisationen definitiv ... einen großen Pluspunkt haben, mehr Gewicht.

00:14:32: oder ich guck gerade auf die Herz-Jesu-Kirche.

00:14:36: Da ist ja unten abgesperrt, weil oben die Gefahr ist, dass es platzt, weil Schäden einfach da sind.

00:14:44: Und wir sind im Hintergrund, im Hintergrund ein großer Diskussion auch gemeinsam mit der hiesigen Kirche bei dem Thema, wie schaffen wir es jetzt, möglichst schnell Mittel zu generieren, damit der Marienplatz, den wir ja erst erneuert haben, nicht auf Dauer abgesperrt werden muss.

00:15:00: Und dann geht es ja noch um den hinteren Teil der Kirche.

00:15:03: Und da können Sie mir glauben, wenn man dann auch mit den Kirchenvertretern spricht und auch nochmal... aus Sicht des Denkmalschutzes dort zurecht argumentiert, dass es Bestand halt diese Kirche gehört, unmittelbar zu einem Welterbephänomen, dann hat man da schon eine ganz ganz andere.

00:15:20: ja Durchschlagskraft will ich nicht melden, aber Aufmerksamkeit.

00:15:24: Und also das ist erstmal so diese staatliche Ebene.

00:15:27: Und dann merke ich einfach insgesamt, dass im Moment die Kraft einfach da ist in der Stadt.

00:15:32: Also wir haben ein Interesse, der an der Stadt da ist.

00:15:34: Also wir sind von so einem Erwartungsspiel eines alten Kurorts ein bisschen verpappt und so weit.

00:15:41: Aber ich glaube, wir haben diese Drehung hinbekommen.

00:15:44: diese Drehung hinbekommen, dass wir im Aufschwung sind und nicht im Abschwung sind.

00:15:51: Und das hat mit diesem Welterbettippel zu tun, aber nicht direkt kausal, würde ich sagen, sondern insgesamt.

00:15:58: Das war in der Stadt mit den Rahmenbedingungen, die wir hier haben, auf einen insgesamt die Akteure aufgewacht sind.

00:16:07: Und wenn man das eben ausstrahlt, dann... ist man dabei in diesem Spiel, dass andere sagen, Mensch, da geht's aufwärts und nicht abwärts.

00:16:15: Für Dick Vogel ist der Welterbetitel vor allem Türöffner und Chancengeber.

00:16:20: Für Aufmerksamkeit, Fördermittel und Übernachtungszahlen.

00:16:24: Wie blickt André Kiesel auf den Titel?

00:16:28: Also den Welterbetitel, das ist im Prinzip für Bad Kiesingen ein Zukunftsauftrag.

00:16:34: Und letztendlich geht's da drum und ... Das würde ich noch weiter ausbauen, dass es uns gelingt, Bad Kissingen über den Welterbetitel natürlich in Deutschland und in Europa noch bekannter zu machen.

00:16:52: Und da muss man sich Gedanken machen, wie man das am besten anpackt, vielleicht das Netzwerk zu den anderen Welterbestätten in Deutschland oder in Europa vertiefen, um so noch schlagkräftiger zu werden.

00:17:08: Aber wie gesagt, letztendlich die historischen Räumlichkeiten von Bad Kissingen noch besser ins Spiel bringen, noch besser nutzen.

00:17:16: Letztendlich geht es darum, dass, ja, und das ist eine Zukunftsaufgabe, dass man Bad Kissingen als Welterbestatt einfach noch besser in Deutschland und Europa positionieren kann.

00:17:30: Für beide ist also der Welterbetitel eine Chance für Sichtbarkeit und Vermarktung.

00:17:36: Beide wollen den Titel weiter ausbauen.

00:17:38: und setzen hier auf die besondere Wirkung, die so ein Welterbetttitel hat.

00:17:44: Kommen wir zurück zu uns Kissingern und blicken auf dem Bereich Familie und Soziales.

00:17:49: Familienfreundlichkeit entscheidet ja, ob Menschen gehen oder bleiben.

00:17:55: Über Dick Vogel habe ich über das Angebot für junge Familien in der Stadt zunächst gesprochen.

00:18:09: Zweiter Punkt.

00:18:11: Wir haben ja jetzt in den letzten Jahren und sind gerade dabei, mit einem Komma zwei Millionen Sieben Spielplätze zu ertüchtigen.

00:18:19: Und ich muss sagen, ich halte das für die Größe unserer Stadt.

00:18:23: Ich habe manchmal den Eindruck, die Leute vergleichen uns mit Würzburg oder Nürnberg.

00:18:30: Und selbst da sage ich, so schlecht sind wir gar nicht aufgestellt.

00:18:33: Wir sind halt nur dreinzwanzigtausend fünfhundert Einwohner.

00:18:36: Also das ist schon, wir sind eine kleine Mittelstadt und dafür bieten wir eine Menge für Familien an.

00:18:42: Aber wenn jetzt sozusagen die Erwartung ist.

00:18:46: Das heißt, ich geb mein Kind in der Trampolin-Halle ab und dann kann ich möglichst schnell umsonst am besten weg und muss mit meinen Kindern nicht beschäftigen.

00:18:53: Das wird schwierig.

00:18:53: Da sage ich auch, bitte beschäftigt euch mit euren Kindern.

00:18:56: Obwohl wir sogar das haben.

00:18:58: Wir haben einen Aktivspielplatz, wo man tatsächlich unter sozialpädagogischer Betreuung sein Kind abgeben kann.

00:19:05: Also verrückt, das gibt es nicht in anderen Städten.

00:19:07: Ich wundere mich immer wieder, wo man hemmern kann, sogar unter Aufsicht.

00:19:11: Und wir haben auch ein Yukuz, was permanent aufhat, wo man auch seine Kinder tatsächlich abgeben kann, die ein bisschen älter sind.

00:19:20: Und von daher sind wir definitiv familienfreundlich.

00:19:24: Ich habe ja in Berlin-Göttingen-Würzburg gewohnt und in der Regel kommen solche Erwartungen von Menschen, die noch nie weg gewesen sind.

00:19:34: Also weil ich kenne, ich habe auch in einer kleineren Stadt im Rhein-Main-Gebiet gewonnen, Ingegrüße wie Bad Kissingen, nicht ansatzweise das Angebot.

00:19:42: Was ist da dein Plan für die nächsten sechs Jahre im Bereich Familie und Soziales?

00:19:49: Wo möchtest du da noch Akzente setzen?

00:19:53: Also ich glaube, wir haben ein sehr gutes Angebot.

00:19:55: Wie ich schon gesagt habe, erst wenn die Herausforderung ist, das zu halten, muss man wirklich sagen.

00:20:00: Wir haben im Freibad zum Beispiel jetzt, wenn ich das sehe, wie wir das Freibad ertücht haben, dann will ich erst mal, dass wieder mehr Kinder ins Freibad kommen und mehr Jugendliche.

00:20:10: Also wir haben sieben siebzig Tausend gehabt, wir haben hundertvierzig, hundertfünfzig Tausend gehabt.

00:20:14: Wir nehmen sieben Komma neun Millionen Euro in die Hand gemeinsam mit anderen, mit dem Bund.

00:20:18: Also das sage ich erstmal, wir müssen es erstmal wieder schaffen, die Angebote, die da sind, in der Nutzung zu zuführen.

00:20:24: Also was neu ist, immer neu, neu, neu, immer diese Erwartung an die Stadt, da muss ja nochmal, nochmal mehr, nochmal näher, nochmal näher.

00:20:29: Nee, Leute, also das so wird es nicht funktionieren.

00:20:32: Also... Wir werden uns erst mal drüber unterhalten müssen, dass ihr das nutzt, was da ist.

00:20:37: Und natürlich kann ich mir vorstellen auch, ich glaube, das war eine Leserfrage auch gewesen auf der Podiumsdiskussion, dass wir, wenn die Eishalle nicht funktionieren sollte, wenn wir sie zukommen, habe ich ja schon im letzten Podcast gesagt, dass wir dort eine Indoor-Spielplätze einbekommen.

00:20:50: Kein Thema.

00:20:51: Ja, also finde ich auch sehr attraktiv, wo der Pettletail etwas da so in ist.

00:20:55: Alles gut, daran arbeiten wir.

00:20:57: Aber erst mal muss ich sagen, haben wir ein Angebot, was teilweise minder ausgelastet ist, auch die Angebote im U-Courts, wenn es drum geht um Bastelnachmittage, um die Games werden ganz gut angenommen.

00:21:12: Ich wüsste nicht, was man da jetzt erst mal mehr machen soll.

00:21:14: Wir sind immer offen für miteinander zu sprechen, was man noch bräuchte oder Konzerte.

00:21:20: Wir haben früher zum Beispiel, als ich Jugendlicher war, haben wir Konzerte organisiert.

00:21:23: Die haben wir mit der Stadt Jugendarbeit organisiert.

00:21:25: Es wird hier niemand die Türen zu machen und sagen, wir machen ein paar Konzerte von Jugendbands wieder.

00:21:31: Klare Worte, klare das Angebot.

00:21:35: Wenn der Bedarf da ist, wird die Familienfreundlichkeit und das Angebot hierfür weiterhin ausgebaut.

00:21:40: Aber es muss natürlich auch genutzt werden.

00:21:42: Und damit kommen wir zu Andre Kiesel.

00:21:45: Wat Kissingen, finde ich, war in der Vergangenheit auf jeden Fall eine familienfreundliche Stadt und ist auch noch eine familienfreundliche Stadt.

00:21:54: Bürger berichten mir, dass das Freizeitangebot für Familien zurückgegangen ist.

00:21:59: Das hängt ganz einfach damit zusammen.

00:22:01: Wie gesagt, früher, du hast es angesprochen, gab es die Eishalle, das Hallenbad, es gab Mini-Golf-Platz und gab es einfach noch mehr.

00:22:14: Das ist ein bisschen bescheidener geworden und einfach, vielleicht, wenn wir das Hallenbad wieder hätten, dann hätten wir wieder was, um Freizeitangebot für Familien.

00:22:29: Und was mir noch wichtig ist, ist bezahlbarer Wohnraum, Bauplätze, Familien haben mit mir gesprochen.

00:22:39: Ja, Väter, die dann sagen, ja, es sind schon viele von meinen Freunden aus Bad Kissingen weggezogen, weil sie einfach in den umliegenden Dörfern einen Bauplatz gefunden haben, haben hier sich ein Haus gebaut.

00:22:53: Und das müssen wir natürlich verhindern.

00:22:56: Ja, ich meine, es müssen Kissinger Familien, müssen die Möglichkeit haben, hier in Bad Kissingen bezahlbaren Wohnraum zu finden.

00:23:04: Bauplätze umzubauen.

00:23:06: Und da ist ein weiterer Punkt natürlich diese Abrundung von Baugebieten.

00:23:10: Es gibt in den Stadtteilen mehrere Möglichkeiten, wo man so Ecken anhängen kann, wo man praktisch die Baugebiete abrunden kann, wo man Bauplätze halt schaffen kann.

00:23:25: Und das wäre mir auch wichtig für die Familien, dass die hier in Bad Kissingen bleiben können.

00:23:32: Wir sehen.

00:23:32: Beide sehen also Bad Kissingen durchaus als familienfreundlich und es geht in diesem Themenfeld weniger um Ideologie, sondern um tatsächlichen Alltagsnutzen.

00:23:45: Um große Projekte und große Summen geht es in unserem nächsten Themenblock, nämlich den Gebäuden und den Investitionen.

00:23:51: Allerdings gibt es hier nur begrenzte Mittel.

00:23:54: Wie und was umgesetzt werden will, dazu hören wir jetzt als erstes wieder Dirk Vogel.

00:24:00: Ja klar, es ist jetzt nicht ganz unbekannt, dass ich natürlich gerne irgendwann wieder ein Halmbad haben würde.

00:24:06: Das ist klar, dass das größte gesamtstädtische offene Thema ist, was unsere Gebäude anbelangt.

00:24:11: Ich würde gerne wieder den Tattasaal machen und würde auch gerne den Ratskeller öffnen.

00:24:17: Dazu haben wir ja auch, haben wir es letzte Mal drüber gesprochen, auch eine klare Rangehensweise, wie wir das tun.

00:24:21: Das hängt jetzt so ein bisschen auch von der Förderlage ab, wenn wir was tun können.

00:24:27: Das entscheidet sich auf dem Weg.

00:24:29: Also wir haben jetzt für alle drei Themen herangehensweise, wir machen ja gerade im Ratskeller, geht es um die Belüftung und um die Wärmeversorgung, die wir, denke ich, in absehbarer Zeit gemeinsam mit den Stadtwerken hinbekommen können und werden.

00:24:46: Und dann möchte ich da eigentlich, das sehe ich eigentlich, da ist nicht weil ich jetzt sage, Ratskeller ist wichtiger als Tata.

00:24:54: Das ist wichtiger als das, sondern einfach, weil es da eine objektive Notwendigkeit gibt über die Heizungssituation.

00:25:01: Wir müssen da was machen.

00:25:02: Und dementsprechend wird die Entwicklung im Ratskeller meine Ansicht nach schneller vorwärtsschreiten.

00:25:08: Also jetzt zum Beispiel der Tattersaal, wo man leider erst mal sagen muss, das ist schon eine große Maßnahme.

00:25:13: Wir haben über Städtebaufförderungsmittel.

00:25:17: sind wir dran und das glaube ich wird ein bisschen länger dauern.

00:25:23: das werden wir nicht sofort erledigen können.

00:25:25: aber wir haben ja.

00:25:26: Es stellen sich für mich die Frage in Arnshausen, was die Nachnutzung anbelangt der Schule, wenn die ausgezogen ist.

00:25:33: Das ist ein ganz wichtiges Thema.

00:25:34: Da möchte ich ein Mehrgenerationenhaus machen in Arnshausen.

00:25:37: Und es wird sich dann die Frage stellen, was passiert eigentlich mit dem Areal in Garitz?

00:25:42: Da sage ich, die neue Mitte Garitz ist der Weg.

00:25:45: Die würde ich ehrlich gesagt von der Bedeutung her sehr wichtig finden, dass wir Stadtteilbezogenen vorwärts kommen.

00:25:51: Für den Amtsinhaber geht es also vor allem um Reihenfolge und Finanzierbarkeit.

00:25:56: Welche Ideen hat André Kiesel?

00:25:58: Also da habe ich zwei, der Ratskeller und das Hallenbad.

00:26:04: Zum Ratskeller, ich möchte den Dagesturismus weiter ausbauen.

00:26:09: Ich denke, da hat Bad Kissingen Potenzial und dafür brauchen wir den Ratskeller, weil wenn jetzt zwei, drei Busse nach Bad Kissingen kommen, wo sollen die einkären?

00:26:21: Hierfür brauchen wir den Ratskeller, ich denke, der ist wichtig.

00:26:24: und als zweiten Punkt das Hallenbad.

00:26:30: Ich nenne immer ganz gern das Hallenbad in Wernick, das frisch renovierte Hallenbad und es wird maximal genutzt.

00:26:37: und der Vorteil bei einem Hallenbad ist, dass es für alle Gruppen ist, also im Prinzip vom Baby bis zum Senior genutzt werden kann.

00:26:49: Die Babys haben Babyschwimmen, dann die Kleinkinder und erstmals ihren Mut beweisen und lernen schwimmen.

00:26:57: Das ist in Zeiten, wo die Badeunfälle immer weiter steigen in Deutschland ganz wichtig.

00:27:03: Dann haben wir ein Teil des Sportunterrichts als Schwimmunterricht, damit die Fertigkeiten verdieft werden.

00:27:12: Dann haben wir natürlich die Vereine in Bad Kissingen, Wasserwacht und ... und Schwimmverein, dann haben wir die Bürger, die sich sportlich bedätigen wollen und die Senioren, die sich den Ball zuwerfen und dann gesellig zusammensetzen.

00:27:26: Also der Schwimmbad, ich finde, ein Hallenbad ist eine ganz tolle Sache und wenn man das richtig anpackt, wird er schon maximal genutzt und das ist auch kein Prestigiobjekt, sondern das wird unser gemeinsames Projekt.

00:27:44: Jetzt kosten solche Sachen natürlich Geld.

00:27:47: Also sowohl die Sanierung vom Ratskeller als auch ein neues Hallenbad würde Geld kosten.

00:27:56: Wo soll das herkommen oder welche Finanzierungsmodelle kämen da für dich in Frage?

00:28:04: Also grundsätzlich mal alle Finanzierungsmodelle, wo gut für die Stadt sind, wo die Stadt weiterführen.

00:28:11: Natürlich sprichst du was Wichtiges an, die Finanzen der Stadt.

00:28:19: Letztendlich, zum Beispiel, wenn wir gerade beim Hallenbad waren.

00:28:24: Ich sehe da so ein bisschen, dass man da den Kreis und die Nachbargemeinden mehr mit ins Boot holt.

00:28:32: Vielleicht gelingt es dann einfach, dass die Stadtbad-Kissingen vielleicht das Hallenbad baut und die Unterhaltskosten werden dann gemeinschaftlich getragen, zum Beispiel in so einem kommunalen Zweckverband oder eine gemeinsame GmbH.

00:28:48: Wo man es gemeinsam dann trägt.

00:28:51: Ja, beiden ist also Ratskeller und das Hallenbad enorm wichtig und da soll weiter daran gearbeitet werden.

00:29:00: Zwei Wege, ein Ziel quasi investieren.

00:29:03: Natürlich gab es noch viele, viele andere Ansätze.

00:29:07: Das könnt ihr alles in den Komplettfolgen gerne der Einzelnen.

00:29:12: Kandidaten nachhören.

00:29:14: Zum Abschluss habe ich beide nochmal um einen Blick nach vorn gebeten und beide haben ihr persönliches Zukunftsszenario für Bad Kissingen gezeichnet.

00:29:25: Ja, meine Heimat statt in die Zukunft zu führen.

00:29:28: Das war von Beginn an meine Motivation.

00:29:30: Das wird auch nicht von heute, von einem auf dem anderen alle Themen hinbekommen, sondern wir müssen sie in die Balance bekommen.

00:29:38: Also in die Zukunft führen heißt für mich in die Balance bekommen.

00:29:40: Und Balance heißt für mich, dass wir finanziell, wirtschaftlich, technisch... eigentlich so eine Phase der umfassenden Modernisierung hinbekommen.

00:29:51: Also wo wir all die Großthemen und viele davon haben wir gelöst in den vergangenen sechs Jahren, aber noch nicht alle.

00:29:57: Dass wir die am Ende, wenn ich hier aufhör, möchte ich das Ganze in der Balance haben, dass ich sagen kann, wir haben hier alles zueinander bekommen.

00:30:04: Wir haben nochmal drei bis fünf Unternehmen in der Kaserne.

00:30:06: Die zahlen nochmal drei bis fünf Millionen Gewerbesteuereinnahmen pro Jahr.

00:30:11: Wir haben eine Staatsbad, die dauerhaft gesichert ist.

00:30:13: Wir haben die neue Altstadt hinbekommen.

00:30:16: Es wird jetzt eine Gasse nach der anderen gebaut.

00:30:19: Vielleicht auch alle schon sind gebaut worden.

00:30:21: Die Fußgängerzone ist damit in der Innenstadt erneuert.

00:30:25: Und wir haben nochmal Einwohner, nochmal zusätzliche Einwohner genommen, die nochmal Einkommensteuer bezahlen.

00:30:30: Also wir haben nicht dreiundzwanzig fünf Einwohner, sondern vierundzwanzig fünf oder fünfundzwanzigtausend Einwohner.

00:30:36: Und es ist wirtschaftlich, technisch, ökonomisch in der Balance.

00:30:40: Und dann tun wir die Straßen vielleicht noch mit dem zusätzlichen Geld, was da heißt, pö, apö, apö, die Straßen tatsächlich erneuern.

00:30:46: Das halte ich für eine... Balance Situation.

00:30:48: Ja, und bis dahin will ich das hier machen, bis ich das in der Balance habe.

00:30:51: Und das braucht noch ein paar Jahre, wirklich viele.

00:30:54: Ich weiß gar nicht, wenn ich ganz offen bin, weiß ich gar nicht, ob wir so viel in so schneller Zeit in Zukunft schaffen.

00:30:59: Für mich persönlich, wenn ich die Ideen habe, die Akzeptanz habe,

00:31:02: spüre noch.

00:31:05: Und wenn ich auch persönlich gesundheitlich gut drauf bin weiterhin, dann habe ich nicht vor, in einer in der nächsten Periode wieder aufzusetzen.

00:31:15: Ich möchte es wirklich in die Balance bekommen und so übergeben, um dann sagen zu können, die Stadt steht wieder sauber da, aus allen Eckkennzahlen betrachtet.

00:31:28: Das ist mein Wunsch und mein Ziel.

00:31:30: Ein klarer Zielfokus vom Amtsinhaber.

00:31:33: Und nun das Bild vom Herausforderer.

00:31:36: Was, was, wie, wie würde es aussehen, ja, nach sechs Jahren oder, oder, oder, oder, oder zehn Jahren.

00:31:46: Ja, ich sehe einen Kissinger Lichterglanz, der beim Regentenbau beginnt, sich in den Kurgarten hineinzieht und in diesem historischen Ambiente in in der Adventszeit Tausende von Touristen ansieht.

00:32:05: Also als Beispiel diesen romantischen Weihnachtsmarkt im Schlosshof von Dorn und Taxis, was in ganz Deutschland bekannt ist, wo wirklich die Leute hingehen.

00:32:18: und ja, sowas schwebt mir vor.

00:32:22: Ich sehe auch eine bessere Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung.

00:32:28: dem Oberbürgermeister und den Bürgern von Bad Kissingen.

00:32:33: Ich sehe einen Hallenbad, was maximal genutzt und angenommen wird.

00:32:39: Ich sehe eine Fußgängerzone, eine Altstadt, wo sich Touristen und Bürger gleichermaßen wohlfühlen.

00:32:49: Und ich sehe bessere Finanzen der Stadt, solidere Finanzen und natürlich auch bessere Straßen.

00:32:57: So das Bild des Herausforderers.

00:33:00: Zwei Perspektiven, eine Stadt.

00:33:03: Wer mehr wissen will, der klickt gerne rein in die vollständigen Folgen.

00:33:07: Beide Interviews sind jeweils so ungefähr forty-fünf bis fünfzig Minuten lang.

00:33:12: Ich stelle die natürlich gerne zur Verfügung und dann erfahrt ihr alles.

00:33:15: über Investitionsprogramme, über neue Bauplätze, über Ja, Kulturprogramm haben wir noch gesprochen und natürlich auch ganz viele persönliche Einblicke, die einfach hier diesen Rahmen für diese Folge sprengen würden.

00:33:32: Die Entscheidung liegt dann am achten Dritten bei euch.

00:33:36: Wem auch immer ihr wählt, geht bitte zur Wahl.

00:33:40: Nutzt die vorhin angesprochenen Briefwahlunterlagen oder auch natürlich den Wahlsonntag für die eure Stimmabgabe.

00:33:48: Das ist ein Zeichen unserer Demokratie.

00:33:51: Wir dürfen wählen gehen und sollten das auch tun.

00:33:57: Jetzt aber der Blick auf die nächsten zwei Wochen, was alles bei uns in Bad Kissingen so los sein wird.

00:34:16: Einiges, musikalisch, historisch und politisch.

00:34:19: Eine schöne Mischung also.

00:34:21: Musikalisch wird's am Samstag im Max-Littmann-Saal.

00:34:24: Dort steht Max Giesinger auf der Bühne mit seinem neuen Album Glück auf den Straßen.

00:34:29: In einer besonderen Quartettform mit zwei Streichern.

00:34:32: Kein großes Stadiongetöse, sondern eher ein intimes Konzert mit viel Gefühl.

00:34:37: Kleiner Hinweis am Rande, es gibt nur noch wenige Resttickets mit eingeschränkter Sicht.

00:34:42: Wer also dabei sein will, sollte nicht mehr allzu lange überlegen.

00:34:47: Wer es ruhiger, aber nicht weniger spannend mag, dem sah ein Besuch in der oberen Saline empfohlen.

00:34:52: Die Ausstellung Kaiserkur und Frankenfahrt wirft einen neuen Blick auf Ludwig II, Otto von Bismarck und ihre ganz besondere Beziehung zu Bad Kissingen.

00:35:02: Geschichte zum Anfassen, klug aufbereitet und ehrlich gesagt eine ziemlich gute Alternative zum Sofa, wenn es draußen kalt ist.

00:35:10: Geöffnet ist Mittwochs bis Sonntags jeweils von vierzehn bis siebzehn Uhr.

00:35:16: Und dann, das passt perfekt zu den großen Themen dieser Folge, aktuell stellen alle Parteien ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl vor.

00:35:26: Jeden Abend in unterschiedlichsten Veranstaltungen quer durch alle Stadtteile.

00:35:31: Unser ganz klarer Tipp geht hin.

00:35:33: Hört zu, frag nach.

00:35:35: Macht euch selbst ein Bild von den Menschen, die in Stadt und Kreistag Verantwortung übernehmen wollen.

00:35:41: Das ist gelebte Demokratie, manchmal sachlich, manchmal leidenschaftlich, oft mit einem Hauch-Stammtisch-Kultur, aber immer näher dran als jedes Wahlplakat.

00:35:53: Kurz gesagt, Bad Kissingen hat gerade richtig was zu bieten, für Herz, für Kopf und für die eigene Meinung.

00:36:00: Das war Kiss Talk für diese Woche.

00:36:03: Wir haben gesehen, ob junge Ideen wirtschaftliche Netzwerke oder politische Entscheidungen, vieles hängt zusammen.

00:36:09: Und am Ende geht's immer um dieselbe Frage.

00:36:12: Wie wollen wir hier leben?

00:36:14: Heute und morgen.

00:36:16: Wenn euch die Themen gefallen haben, teilt die Folge gern oder lasst ein Abo da.

00:36:20: Das hilft mehr, als man denkt.

00:36:22: Und kostet weniger als ein Kabucchino im Rosengarten.

00:36:27: Und nächste Woche wird es dann emotionaler, festlicher und vielleicht auch ein bisschen romantisch.

00:36:32: Wir greifen das Thema Heiraten in Bad Kiesingen auf.

00:36:35: Mit dabei die Standesbeamtin aus der aktuellen Staffel Love is Blind.

00:36:40: Die Betreiberin eines Brautmodengeschäftes und eine freie Rednerin.

00:36:45: Drei Perspektiven, ein Thema und garantiert mehr als nur Tüll und Unterschriften.

00:36:51: Also bis dahin, macht's gut und bleibt neugierig.