KISStalk-Der Podcast

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00:00:05: In dieser Bonusfolge hört ihr das komplette Gespräch mit Dr.

00:00:08: Dirk Vogel, dem amtierenden Oberbürgermeister von Bad Kissingen.

00:00:12: Wir sprechen ausführlich über seine bisherige Amtszeit, über Verantwortung, große Investitionen, den Welterbetitel und darüber, warum er noch nicht fertig ist mit dieser Stadt.

00:00:23: Das Gespräch ist bewusst lang, ruhig und ohne Zeitdruck.

00:00:26: Für alle,

00:00:27: die tiefer einsteigen wollen.

00:00:29: Hier kommt das komplette Interview mit Dr.

00:00:32: Dirk Vogel.

00:00:34: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:35: Treff im Turm heute mit dem Amtsinhaber und, ja, ich würde auch sagen Amtsverteidiger.

00:00:44: Der Vogel ist wieder bei mir.

00:00:46: Herzlich willkommen, lieber Dirk.

00:00:48: Schön, dass du heute wieder im Treff im Turm bist.

00:00:52: Ja, vielen Dank.

00:00:53: Freu mich über die Einladung.

00:00:54: Ja, sehr gerne.

00:00:55: Ja, die Zeiten ... Wir befähigen uns jetzt im Wahlkampf.

00:01:00: Du

00:01:01: trittst ja jetzt für eine zweite Wahlperiode an.

00:01:05: Vielleicht mal so zum Einstieg.

00:01:07: Wie fühlt sich es jetzt aktuell an?

00:01:10: Was macht den Unterschied von vor sechs Jahren zu einem Wahlkampf jetzt?

00:01:15: Ja, damals war es, denke ich, alles noch frisch.

00:01:17: Man ist mit einer hohen Unsicherheit angetreten.

00:01:24: Es war ja ein ergebnisoffener politische Situation zum damaligen Zeitpunkt.

00:01:30: der langjährige Amtsinhaber ist nicht mehr angetreten.

00:01:33: Von daher konnte keiner sagen, wie das Ganze ausgeht.

00:01:38: Und ich meine, das war ja und ist es nach wie vor ein Stück weit ein Lebenstraum für mich Oberbürgermeister dieser wunderschönen Stadtbad Kissingen zu sein.

00:01:49: Und ich wusste zum damaligen Zeitpunkt, dass das die und auch die letzte Chance ist, tatsächlich diesen Traumwirklichkeit werden zu lassen.

00:02:01: Von daher gab es da nicht viel nachzudenken.

00:02:03: Das politische Fenster ging aus und ich bin hindurchgeschlüpft, also mit einer hohen Unsicherheit.

00:02:09: Die Themen musste man sich aus der Distanz erarbeiten.

00:02:12: Das habe ich, denke ich, alles in allem ordentlich gemacht.

00:02:15: Und heute natürlich ist es eine ganz andere Situation, in der man seit sechs Jahren bald kontinuierlich an jeder Facette arbeitet.

00:02:25: Man ist im Saft, wenn ich das mal so sagen darf und hat sich mit allem eigentlich irgendwann schon mal befasst, wenn man jeden Tag im Schnitt zehn Stunden mit dieser Stadt zu tun hat, dann setzt sich da natürlich auch so eine gewisse ... Routine in den Themen durch, weil man sie eben alle schon mal durchdiskutiert hat und weil man weiß, was man gemacht hat, woran man aktuell arbeitet und was man vorhat.

00:02:49: Wenn du jetzt auf die Amtszeit zurückbleibst, weil man mal bei dir persönlich noch mal welche ... Was würdest du sagen, gab es da Momente, die dich besonders geprägt haben, Momente oder Entscheidungen, wo du gesagt hast, das war jetzt echt so ein Meilenstein der Amtszeit?

00:03:08: Ich denke, es gibt ... sicherlich ein Meilenstein für mich persönlich der kurioserweise aber nicht so eine Aufmerksamkeit erfahren hat, der aber tatsächlich für Bad Kissing Meilenstein war.

00:03:23: damals angetreten und habe gewusst aus den Unterlagen, dass es offen steht.

00:03:28: Wie geht es eigentlich weiter mit der Staatsbad?

00:03:30: Bleibt der Freistaat Bad Kissingen weiterhin in Bad Kissingen treu und fördert er weiter?

00:03:37: Bad Kissingen investiert jetzt ca.

00:03:39: zwei Millionen pro Jahr, um die Staatsbad mitzufinanzieren, wie wir das auch tun.

00:03:44: Und es stand ja auf der Kippe, muss man deutlich sagen, der Vertrag.

00:03:48: ist ausgelaufen.

00:03:49: Dann hat man diese Corona-Zeit mit all den Schwankungen und all den Herausforderungen, wo sowohl Stadt wie Freistaat erheblich mehr investieren mussten, um die Staatspart am Leben zu erhalten, weil er die Kurtaxeinnahmen radikal nach unten gegangen sind.

00:04:05: Und er dachte ich mir schon, bereits im Vorfeld, im Wahlkampf, das wusste ich, das wird ein Meilenstein werden, den neu zu verhandeln.

00:04:14: Und dass das tatsächlich dann mit dem Finanzstaatssekretär Schöffel dann gelungen ist, tatsächlich den zu unterzeichnen im vergangenen Jahr.

00:04:23: Auch wenn das nicht so viele gesehen haben.

00:04:24: Aber da festzusetzen, dass wir in den nächsten fünfundzwanzig Jahren das nächste Vierteljahrhundert Bad Kissingen safe ist, was die Unterstützung des Freistaats anbelangt, in dieser Höhe und in dieser Sicherheit, da muss ich sagen, das geht definitiv über meine Amtszeit hinaus, dass das wirken wird.

00:04:42: Und das war für mich persönlich neben all den anderen Entscheidungen, die gewesen sind.

00:04:48: Eine, wo ich wusste, das ist jetzt wirklich historisch.

00:04:50: Das Ding hält deutlich länger als du selbst.

00:04:54: Ja, ich glaube, das ist auch eine Entscheidung, die du hast es angesprochen, viele jetzt so noch gar nicht.

00:04:59: Oder man hat es wahrgenommen als Schlagzeile.

00:05:02: Aber ich glaube, diese Tragweite wird uns erst auch im Laufe dieser Zeit dann bewusst werden.

00:05:08: Also ihr arbeitet jetzt auch dran an der Zusammenlegungsstaat und Staatsbaten, liest mal immer wieder was.

00:05:13: Aber da kommen wir vielleicht danach auch noch mal dazu.

00:05:15: Würdest du auch sagen, dass das jetzt ein Punkt war, der dich in dieser Amtszeit in den letzten sechs Jahren besonders gefordert hat oder gab es da, also du hast ja gesagt, Meilenstein, der jetzt geprägt hat, der wichtig war, aber jetzt eine Herausforderung, die dich besonders gefordert hat, würdest du auch sagen, das war tatsächlich der oder gab es da noch weitere?

00:05:37: Nee, eigentlich nicht.

00:05:38: Also das war systematische Arbeit, das war Verhandlungen, Verhandlungen im Hintergrund, Unterstützung auch von anderen Seiten haben sich auch alle aus der Region mit engagiert, will ich auch da ausdrücklich an der Stelle sagen.

00:05:52: Und insgesamt wurde es das Ergebnis, dass wir als Stadt und Region das jetzt für die Zukunft gesichert haben.

00:05:56: Aber das war nicht was ein emotional, sondern eher kognitiv wahrscheinlich gefordert hat.

00:06:01: Was wirklich fordernd war, war auch unmittelbar zusammenhängend mit der Energiekrise, der Corona-Energiepreissteigerung plus Ukraine-Krieg.

00:06:13: Hat ja dafür gesorgt, dass wir in erhebliche Turbulenzen unter anderem bei den Stadtwerken geraten sind.

00:06:19: Und das waren schon Turbulenzen, die waren extrem vorrannt.

00:06:23: Da habe ich gelernt, was Krisenmanagement heißt bzw.

00:06:29: es war unmittelbar die Anwendung von Krisenmanagement und das hat unheimlich lange gedauert, hier alle Stränge aufzulegen, das Problem zu identifizieren, das Problem zu lösen mit allen beteiligten Partnern, Finanzierungspartnern, die damit zusammenhängen.

00:06:48: Unterstand auf der Kippe.

00:06:49: Das ist klar.

00:06:50: Und jetzt, wenn ich, wir haben jetzt vor einigen Tagen, ja Tage ist es nicht her, vor einigen Wochen konnten wir ja verkunden, das war jetzt zwei Jahre wieder Überschüsse, deutliche Überschüsse mit fünf Millionen tatsächlich erwirtschaften konnten und dass wir die Sanierungsphase vorzeitig beenden konnten.

00:07:10: Das war alles andere als ersichtlich.

00:07:12: Das hätte auch kräftig in die Hose gehen können.

00:07:14: Und dann hätten wir hier Skandal gehabt, was wusste der und was wusste der?

00:07:18: und diese ganze Skandalisierungsneigung, die wir im Moment haben.

00:07:22: Aber de facto haben wir es im Hintergrund gelöst, dass diese Energiekrise plus eben die, der nicht einkauft, der CO-Zertifikate, dass wir das trotz alledem so abgebildet haben, dass die Stadtwerke weiterhin der Stadtbadgesingen gehört und dass wir wieder zwei Jahre auch wirtschaftlich nachweislich erfolgreich sind.

00:07:41: Ja, ich glaube das auch.

00:07:43: Es ist interessant, es sind jetzt zwei Themen, die du ja beides angesprochen hast, die jetzt in der Öffentlichkeit, also das ist ja auch eher im Hintergrund abgewickelt worden, ist es dir auch so in der Arbeit jetzt ein Stück weit wichtig, also dass die Ergebnisse müssen passen, aber diese Diskussion und dieses Ganze, was da immer begleitet wird, das sollte dann möglichst den Raum nicht verlassen.

00:08:13: Ja, es sind eben Themen, die bearbeitet werden müssen im Hintergrund, weil das ja auch gar keiner mitbekommt.

00:08:21: Also das alles so bleibt, wie es ist.

00:08:23: Das ist manchmal ein ganz schöner Aufwand.

00:08:25: Und natürlich ist es für die Menschen sichtbarer, wenn wir einen Nordring sanieren, wenn wir einen Garitzer Kreisel machen und die Verkehrsführung erörtert wird oder wenn wir Freibad diskutieren, wann macht es denn jetzt auf?

00:08:39: Und das sind natürlich die sichtbaren, die greifbaren Dinge über die, die auch sehr, sehr viel Zeit gekostet haben.

00:08:48: oder auch bei der Kita, die wir jetzt neu bauen, die kann man sehen, greifen, bewerten.

00:08:53: Und das sind eher abstrakte Themen, die nicht greifbar sind, aber die sehr schnell spürbar werden, wenn man zum Beispiel hätte sagen müssen, dass wir bei der Staatsparteläute entlassen, weil wir eben die Kurtaxeinnahmen nicht mehr haben oder wenn wir beispielsweise die Stadtwerke hätten verkaufen müssen, weil wir ein Insolvenzverfahren haben.

00:09:11: All das ist nicht passiert.

00:09:13: Das war viel Arbeit.

00:09:14: wohlgemerkt nicht nur von mir, aber maßgeblich auch von mir natürlich der am Ende immer dafür verantwortlich gemacht werden würde, wenn es nicht funktioniert.

00:09:24: Lass uns nochmal beim Rathaus oder zum Rathaus gehen.

00:09:30: Auch da sicherlich hast du ja deine Handschrift in den letzten Jahren hinterlassen, sicherlich auch da prägende Sachen umgesetzt.

00:09:40: Was würdest du sagen, welche Bereiche aus deiner Sicht funktionieren heute besonders gut im Rathaus?

00:09:47: Also ich denke, dass die die Projektarbeit im technischen Bereich wirklich mittlerweile herausragend ist.

00:09:54: Also so wie wir in den vergangenen Jahren Projekte umgesetzt haben in einem Volumen.

00:09:58: Wir verbauen ja im Moment, haben verbaut und verbauen damit hundertdreißig Millionen Euro.

00:10:03: Und wenn ich das sehe, wie die Mitarbeiter in der Abteilung drei, also technische Infrastruktur, wie wir die Projekte abwickeln, in welcher Geschwindigkeit und in welcher Höhe oder auch die Straßenbaumaßnahmen, wo wir mal so eine Münnerstädterstraße plötzlich mit die Oberfläche machen, wo wir ein Teilstück Ostring machen, wo wir nochmal Hartmannstraße machen, wo wir den Nordringen gemacht haben, wie wir die Bauherrenfunktionen übernommen haben.

00:10:27: Also wo die Mitarbeiter richtig Lust gehabt haben, Verantwortung zu übernehmen und wo wir dann übrigens auch immer in den Baukosten geblieben sind, dann muss ich sagen, auch in den Hochbaubereichen, wenn wir an das Freibad denken, wenn wir an die Hände bei Grundschule denken, dann haben wir da wirklich eine herausragende Mannschaft im Moment, die aber, und das ist auch wieder Teil der Aufgabe der vergangenen Jahre gewesen, dass wir uns morgens treffen in der Tageslage und dort werden die Dinge erörtert.

00:10:59: Also ich habe eben auch eine ganzheitliche Projekt Bearbeitung hinbekommen, dass nicht die einzelnen Teile Abteilungen durcheinander laufen und dann müssen alle wieder sich abstimmen.

00:11:12: Dann findet eben so dieses Blame Game statt, was man in den Verwaltungen kennt.

00:11:15: Ja, der hat mir noch nicht geschrieben, das und das.

00:11:18: Und wir haben eine strategische Runde innerhalb der Verwaltung, die tatsächlich die Themen ganzheitlich löst, so dass wir zum Beispiel bei der Kläranlage auch ein Thema, was wahnsinnig viele Menschen zurecht interessiert hat.

00:11:29: Übrigens überraschend viele, ehrlich gesagt.

00:11:31: Ja,

00:11:32: hätte

00:11:34: ich persönlich nicht erwartet, dass für viele das so spannend ist, aber war ja toll.

00:11:38: Und da haben wir eben klar sagen müssen, ja.

00:11:43: Wir schaffen nicht sofort die gesamte Kläranlage.

00:11:45: Wir müssen erst einen Bauabschnitt bilden.

00:11:48: Und das klingt alles immer so leicht und so schnell und so einfach.

00:11:52: Aber man muss erst mal schauen, was macht technisch überhaupt Sinn und was können wir uns wie viel finanziell leisten.

00:12:00: Wenn man jetzt die Kläranlage sieht, ist das da nicht nur die Abteilung drei, sondern das ist natürlich dann vor allem auch der Finanzbereich, der klar sagen muss gemeinsam mit der Abteilung drei, okay, was wird wann, wann kommen zum Beispiel mehr fünf Millionen Förderungen akquiriert.

00:12:15: Wann kommen die denn finanzmittelwirksam, also cashmäßig, sind wir willquide, können wir unsere, unsere Liquiditäts, unseren Zahlungen nachkommen und diese Dinge, das gemeinsam zusammen.

00:12:30: zu fügen.

00:12:30: Das ist die Management-Aufgabe und das ist aber auch die Führungsaufgabe, die dann bei mir liegt.

00:12:33: Und ich glaube, das ist ganz gut gelungen, dass wir jetzt sagen können, ja, wir wickeln solche Projekte wirklich sehr kompetent, zeitgerecht, fachgerecht ab.

00:12:44: Sicherlich auch mit deiner Führungsexpertise dann auch geschuldet.

00:12:51: Wir kommen nachher noch mal auch zu Potenzialen.

00:12:55: Aber zunächst mal habe ich ja vier zentrale Themenfelder.

00:12:59: mal, die ich mit ihr besprechen will, die ich übrigens auch mit deinem Herausforderer so besprochen habe.

00:13:04: Das erste wäre für mich Wirtschaft, Stande, Entwicklung, Branchen.

00:13:10: Guck mal, lass uns erst mal so auf die Kennzahlen gucken.

00:13:13: Wo würdest du sagen, steht Bad Kissingen heute?

00:13:16: Und wenn du drauf guckst, an welchen Kennzahlen machst du das, machst du das fest?

00:13:21: Gibt ja viele.

00:13:22: Gibt Gewerbesteuer.

00:13:23: Es gibt vielleicht auch die Anzahl verfügbarer Gewerbeflächen.

00:13:27: Es gibt eine Arbeitslosenquote.

00:13:29: Was ist für dich, wo machst du wirtschaftliche Stärke Bad Kissingen fest?

00:13:33: Und wie würdest du sagen, ist ein Ordner hier in der Region?

00:13:36: Ja, ist in der Tat.

00:13:37: Da gibt es verschiedene Kennzahlen, die man nehmen kann.

00:13:39: Für mich, für die Stadtentwicklung, die wichtigste ist die Entwicklung der Höhe der Gewerbesteuereinnahmen.

00:13:45: Eindeutig, weil sie ja beschreibt, wie erfolgreich sind unsere Unternehmen und wie viel haben wir, auch wenn, wie gesagt, die staatliche Finanzierungswesen und einiges von dem Geld wegnimmt, aber erst mal grundsätzlich, wie viel Geld haben wir zur Verfügung, weil die Gewerbesteuereinnahmen ja hier vor Ort im Grunde genommen für uns Die Sahne ist auf dem Kaffee, mit der wir einfach mehr machen können.

00:14:10: Und deswegen ist für uns schon die wichtigste, wie die Entwicklung der Gewerbesteuer und der Einkommensteuerentwicklung ist.

00:14:15: Beide sind positiv.

00:14:16: Wir haben so viel Gewerbesteuereinnahmen wie nie mit um die fünfzehn Millionen Euro herum steigend.

00:14:24: Wir haben seit zwei Tausendneunzen eine seventy-fünfzig-prozentige Gewerbesteuereinnahmensteigerung.

00:14:31: Inflationsbereinigungen sind es von ca.

00:14:33: zu ca.

00:14:34: zu ca.

00:14:34: so.

00:14:34: Also daran sieht man, dass der Standort Bad Kissingen stark ist.

00:14:37: Also wir sind hier die Cashcow und haben nicht die rote Laterne.

00:14:41: Es war mir immer wichtig zu betonen, da wäre ich mich auch dagegen, dass wir immer so auch manchmal in den Mediendarstellungen die Stadt hat kein Geld.

00:14:49: Nein, die Stadt hat... wegen des Finanzierungssystems.

00:14:53: tatsächlich kann sie nicht alle Aufgaben sofort machen, so ein bisschen die Berlin- Bayern-Diskussion, die unser Ministerpräsident führt, aber bei Kissingen ist definitiv die stärkste Stadt im Landkreis.

00:15:06: Und das liegt daran, dass wir wirtschaftlich sehr erfolgreich sind, vor allem unsere Unternehmen hier, das habe ich ja nicht persönlich gemacht.

00:15:15: Und es wirkt auch unsere Vorgängergeneration, wirkt danach, dass wir insbesondere im Laborbereich, aber auch in unterschiedlichen Wirtschaftssektoren diversifiziert sehr erfolgreich sind.

00:15:28: Also, Herr Klassiker, wir haben kein Einnahmenproblem, sondern eher das Thema ist auf der anderen Seite.

00:15:36: Ja, das Ausgabeproblem ist es.

00:15:38: Und das ist nicht, weil die Stadt jetzt Unsinn macht.

00:15:40: Natürlich haben wir eine Investitionsquote in der Höhe und Breite, die sich sehen lassen kann.

00:15:45: Nicht umsonst sage ich, wir sind dabei, hundertdreißig Millionen zu bewegen, davon fünfundsechzig Millionen Euro mit Förderung.

00:15:52: Aber das würden wir schon hinbekommen, auch mit weniger Kreditaufnahme.

00:15:57: Aber wir gehen eben für andere staatlichen Ebenen in die Verschuldung.

00:16:03: Weil wir ja im Moment beispielsweise erwarten, circa siebzehn Millionen Kreisumlage zu bezahlen.

00:16:09: Und was ist der Hintergrund?

00:16:11: Der Bezirk hat steigende Sozialfälle im Bereich der Psychiatrie, im Bereich der Grundsicherung im Alter.

00:16:17: Er erhebt keine eigenen Steuern, also gibt das weiter an die Landkreise.

00:16:21: Die Landkreise haben auch keine Steuern und eben eine Kreisumlage.

00:16:24: Und so, das ist das, was der Bayerische Städtetag kritisiert zurecht und was er immer ein strukturelles Problem nennt.

00:16:31: Und das taucht bei uns in aller Härte auch, weil wir dann auf der einen Seite, das ist ja kurios, auf der einen Seite geringere Möglichkeiten haben, Geld auszugeben, obwohl wir mehr Geld einnehmen als je zuvor.

00:16:46: Und die Schlüsselzuweisung sind nochmal um zwei Komma eins Millionen Euro gesunken.

00:16:50: Das ist natürlich schon ein kurioses System.

00:16:54: Du hast jetzt schon einzelne Branchen oder hast du Labore ganz konkret angesprochen.

00:16:59: Welche Branchen haben sich jetzt in Bad Kissingen in den letzten Jahren oder haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir diese Gewerbesteuerentwicklung so haben?

00:17:09: Ja, also Labore kann ich nur nochmal wiederholen, das sind tatsächlich in diesem Bereich, aber wir haben auch kleinere Handwerksbetriebe, die ihren Beitrag leisten.

00:17:19: Wir sind im regionalen Bankensektor, wir schauen gerade auf einige der Banken, VR-Banken natürlich vor allem auch die Sparkasse, also wir sind ja... Wir haben hier in der Region Schillingbank, wir haben hier so ein kleines Miniklaster, natürlich nicht ein großes Bundesweite, Gottes Willen, aber jetzt hier im Landkreis sind doch einige Banken beheimadet.

00:17:36: Also wir haben im Bankensektor sehr starke Unternehmen, die sehr erfolgreich sind.

00:17:41: Was für mich immer ein Beispiel ist, was zeigt das Größe und überhaupt nicht, wir brauchen gute Leute, die Lust haben zu machen und zu umsetzen und erfolgreich innovativ sind, da muss man es überhaupt nicht verstecken als Bad Kissingen.

00:17:53: Also in diesem Bereich ist auch eine Stärke vorhanden.

00:17:58: Und dann eben die Handwerksbereiche habe ich schon genannt, also Bankenwesen sehr stark, Handwerksbereich stabil geblieben und der Laborbereich, das sind so die drei Ecken, die drei Branchen, denen man schon eine Stärke und einen außerordentlichen Beitrag zu dem Ergebnis attestieren kann.

00:18:18: Ist

00:18:19: ja schön, dass es auch ein bisschen... quasi gefächert ist und wir nicht eine Abhängigkeit haben wie andere Kommunen hier in der Nähe, die ja wenn da mal eine Branche kriselt.

00:18:30: dann gleich einen Husten haben.

00:18:31: Absolut.

00:18:32: Immer Vollgas geben, sage ich.

00:18:34: Also früher gab es ja immer so diesen Satz, der webt ja auch noch durch die Stadt.

00:18:38: Wir sind eine Kurstadt, deswegen wollen wir nicht.

00:18:41: Aber wir würden eine weise Industrie akzeptieren und so weiter.

00:18:45: Das sind ja solche merkwürdigen Ansätze, die man da gefahren hat.

00:18:49: Ich weiß gar nicht, ob es noch irgendwie menschestermäßig die Schlote rauchen würden, wenn sich eine Industrie ansiedelt.

00:18:56: Also das sind alles... Kojose Ansätze gewesen, aus meiner Sicht heute, also eine weiße Industrie, auch diese Begriffe gibt es überhaupt nicht.

00:19:03: Die hat mir hier, glaube ich, im Bad Kissinger gefunden.

00:19:05: Wir müssen immer Vollgeist geben wirtschaftlich.

00:19:07: Wir müssen erstmal alles positiv sehen, was an wirtschaftlicher Entwicklung kommen kann.

00:19:12: Es gibt ja über Lärm- und Emissionsgutachten sowieso alles nachgewiesen, dass es funktioniert und passt.

00:19:18: Wir sollten uns frei davon machen, irgendwie Ätherpädete aussuchen zu wollen, was hierher kommt oder was wir uns wünschen, als wenn man das staatssozialistisch planen könnte.

00:19:27: Wir müssen offen sein und wir sind ja auch dabei mit den Gewerbeflächen, auch ein Indikator, den du vorhin genannt hast.

00:19:34: Wir sind jetzt dabei mit den Vier-Kommer-Fünf-Sech-Zig-Hektar, die zur Verfügung zu stellen, die Vergremung läuft und das sind ideale Voraussetzungen aus meiner Sicht.

00:19:44: Am Wochenende war jetzt gerade das Wirtschaft der Wirtschaftsempfang vom Landkreis und da hat der Professor Reuter gesprochen.

00:19:53: der Präsident vom Sparkas und Girou-Verband und der hat gesagt, dass es Investitionspotenzial da ist, es ist Kapital auch da, aber manches geht einfach zu langsam und hat wieder mal oft das Thema Bürokratie angesprochen.

00:20:07: Jetzt hast du vorhin ja gerade auch gesagt, ihr arbeitet in hoher Geschwindigkeit und so weiter.

00:20:14: wenn Bürokratie angesprochen wird, dann denke ich, bist du ja einer als Bürgermeister, auch so ein Empfänger quasi.

00:20:22: Wie gibt es da Bestrebung oder merkt ihr das Hielenblatt Kissingen auch, dass ihr sagt, wir müssen da noch besser, noch schneller werden, wir müssen da Hemmnisse abbauen?

00:20:34: Ich möchte ein Beispiel geben zur Bürokratie.

00:20:39: Und zwar aus dem Bereich der... Kanäle.

00:20:44: Früher war es so, dass unsere Mitarbeiter in die Kanäle reingegangen sind und haben Rattengift manuell neben dem Kanal gelegt.

00:20:52: Also unten fließt das Wasser durch, das Abwasser durch und oben an der Seite ist dann für die Schädlingsbekompfung Rattengift hingelegt worden.

00:21:01: Die Ratten sind gekommen, haben gegessen, waren tot, sind aufgesammelt und so.

00:21:04: war eigentlich eine einfache Geschichte, hat wenige Koste, die Mitarbeiter wussten, wo sie es hinlegen können, damit es nicht in Wasser in Berührung kommt.

00:21:10: Und jetzt gibt es eine Verordnung, dass wir nur noch Automaten aufstellen.

00:21:14: Das in der Automat kostet, wenn ich es mir richtig in Erinnerung habe, um die ein bis zweitausend Euro, der dann, wenn die Ratte kommt, abgibt das Rattengift.

00:21:23: Der ist aber nach zwei bis drei Jahren verbissen der Automat und stellen wir es wieder hin.

00:21:27: Also wird es teurer.

00:21:28: natürlich, das kann sich jeder vorstellen, dass etwas, was billig war, plötzlich teuer wird.

00:21:32: Um den Preis, wenn man gesagt hat, ja, wir müssen das Gewässerschütz mit, es ist nicht bekannt, dass irgendwann mal das Gewässer vergiftet worden wäre.

00:21:38: Da ist dann irgendeine kuiose Lobby aus Automaten, Rattenautomaten, Gift.

00:21:44: Produzenten, Produzenten, Distribute haben sich dann mit der EU zusammengesetzt unter dem angeblichen Mittel.

00:21:49: Und was will ich damit sagen?

00:21:51: Ich will damit sagen Bürokratie ist nicht das Thema.

00:21:55: Sozialwissenschaften studiert.

00:21:57: Max Weber, der gute Max Weber wird sich im Grab rumdrehen, wenn er das ganze Gequatsche heute.

00:22:01: Bürokratie heißt erst mal, dass alle das gleiche Recht angewendet wird.

00:22:06: Und das sollte ja auch weiterhin so sein, dass wir, wenn nicht das Gegensatz, dazu ist der feudale Staat, wo jeder macht, was er will.

00:22:11: Nur das Problem ist, es gibt zu viel Regelungswut.

00:22:13: Also wir haben nicht das Problem der Rechtsanwendung und wir in der Stadtverwaltung sind meistens die Rechtsanwender.

00:22:18: Wir sind nicht diejenigen, die die Regeln erfinden, sicherlich gibt es bei uns auch immer wieder Punkt, was man einfach machen kann.

00:22:25: Aber wenn ich jetzt zum Beispiel die Wahlzettel sehe, wo wir, ich habe mich selber gewundert, ich war irgendwie gar nicht involviert, haben so toll gemacht unsere Mitarbeiter.

00:22:33: Also ich gebe innerhalb von drei Minuten, habe ich abgegeben, im Hintergrund wird geguckt aus dem Hinterverzeichnis, ob du da bist, dann hast du die Briefwahlunterlagen angefordert.

00:22:41: Jetzt haben wir auch den digitalen Automaten.

00:22:44: Wo man also der Chat-GBT-Digital, der nur sicher auf unseren Seiten durchsucht, den stimmen wir demnächst ein.

00:22:53: Also wir können sicherlich noch als Stadtverwaltung auch einiges machen.

00:22:56: Aber das meiste, gerade für Unternehmen, kommt auch aus Bereichen, der mit uns gar nichts zu tun hat.

00:23:00: Bestes Beispiel uns im Gewerbegebiet.

00:23:03: Wie viel haben wir geflucht, dass wir die italienische Schönstrecke dort oben vertreiben müssen und vergrämen müssen?

00:23:10: Niemand hat mehr geflucht als ich.

00:23:12: kostet achthunderttausend Euro.

00:23:13: Wir kriegen es gefördert, dass das ganze stattfindet.

00:23:16: Aber ich glaube eben, dass Artenschutz, der nicht unser Recht ist.

00:23:21: Das ist nicht in unserem Rechtsgebiet drinnen.

00:23:23: dass das nicht wirklich hilfreich ist, um schnell vorwärtszukommen.

00:23:26: Und das hat nichts mit den Gesetzen, den Satzungen der Stadt Bad Gesingen zu tun.

00:23:29: Deswegen, unser Ansatz ist es, dass wir Unternehmen begleiten.

00:23:34: Und das ist das Beste, dass wir ein Team haben, Leute haben, die durchbuxieren die Unternehmen.

00:23:39: Aus all diesen kuriosen Themen wie Denkmalschutz, wie Artenschutz, die irgendwo auch ihre Berechtigung haben.

00:23:44: Aber wir haben es auf der Regelungsebene übertrieben.

00:23:48: Und wir können es als Anwender, als Rechtsanwender, oder auch als Ermessens ausüber nicht wegzaubern.

00:23:55: Jetzt müsste auf der Regelseite weggezaubert werden, da muss man das Recht auch nicht anwenden.

00:23:59: Okay, ja.

00:24:02: Klingt logisch und macht vieles nachvollziehbar, weil klar, im ersten Fall wird man sagen, Mensch, der Sachbearbeiter in der Abteilung XY, in der Behörde XY, der könnte auch jetzt einfach da sein Stempel druntersetzen.

00:24:15: Aber, ja.

00:24:17: Kann er nicht?

00:24:17: Kann er nicht.

00:24:18: Wie gesagt, wir sind nicht frei vom Fehl am Gotteswillen.

00:24:20: Aber wenn ich jetzt zum Beispiel sehe bei uns und komme in unser wunderbares, unser wunderbares neues Rathaus und wie sauber da alles ist und dann geht man da rein als Bürger und dann ist der freundliche Mitarbeiter da oder die Mitarbeiterin da, da muss ich sagen, sind wir ja wirklich weit davon entfernt von den Debatten, die bundesweit geführt werden.

00:24:43: Ich war in Berlin mal... Ich habe mich angemeldet, da ist dann das Wasser runtergekommen in dem Rathaus, ich habe kein Termin bekommen.

00:24:51: Klar, bei uns machen wir auch mit Terminvergabe digital mittlerweile, aber wir sind doch da Gott sei Dank in der ganz anderen Welt.

00:24:58: Aber nicht sehr so trotz, wir können immer was dazu lernen, aber schleichend und immer wieder kontinuierlich dranbleiben ist mein, kein Hype machen.

00:25:05: Wir sind die unbürokratischste Kommune, whatever.

00:25:08: Wir müssen auch noch andere Dinge tun, aber die Große... Ich glaube, ich lautet eher, lasst die Regel weg und lasst dann auch noch zu.

00:25:16: So wie bei den Vereinen, die jetzt bei der Essensausgabe gewisse Regeln einhalten müssen.

00:25:23: Aber da müssen wir halt zulassen, dass vielleicht irgendwann mal jemand eine Krankheit hatte oder sonst irgendwas.

00:25:29: Und dieses Risiko müssen wir samtgesellschaftlich, glaube ich, neu justieren.

00:25:32: Und ich glaube, das liegt auch bei jedem Einzelnen, der dann halt nach Hause geht und sagt, Mist, jetzt habe ich was Schlechtes gegessen.

00:25:38: Naja, übermorgen bin ich wieder fit.

00:25:41: und nicht zum Rechtsanwalt geht und sagt,

00:25:44: da war aber was.

00:25:46: Das

00:25:46: liegt an uns allen.

00:25:47: Genau,

00:25:47: Risiko, also mehr Risiko zulassen.

00:25:50: weniger Regeln machen und das Blame Game mal beenden, dass irgendeiner immer schuld sein muss.

00:25:55: Und dann würden wir davon die ganzen Kosten ruckzuck runter reduzieren.

00:25:58: Aber bitte nicht danach fragen.

00:25:59: Ja, aber wir müssen doch mal genau wissen, was X und Y und alle Prozente, ja, wo kommen die Prozente her?

00:26:04: Weil ständig Fragebögen erhoben werden, ständig irgendetwas ankreuzt.

00:26:08: Und das muss man dann halt sagen, okay, das haben wir halt nicht und es ist auch nicht schlimm.

00:26:12: Wir tun uns aus wesentlicher Reduzierung.

00:26:15: Lass uns zum nächsten Part kommen.

00:26:18: Tourismus und Welterbe.

00:26:19: Welterbe.

00:26:20: In diesem Jahr, ich habe gesehen, fällt dieses Jahr super gut zusammen.

00:26:27: Wir sind fünf Jahre Welterbe dieses Jahr.

00:26:29: Und die Welterbeverleihung findet, fand damals, am, ich glaube, den vierundzwanzigsten Juli müsste das gewesen sein, statt.

00:26:37: Und das ist Heuer, der Rakuzi Freitag.

00:26:39: Ach ja,

00:26:39: hier.

00:26:40: Also da lässt sich doch bestimmt was draus machen.

00:26:44: Aber das soll nicht unser Thema sein.

00:26:48: Insgesamt Welterbetitel ist, denke ich, ein großer Erfolg gewesen.

00:26:54: Hast du in den Jahren, in diesen fünf Jahren gemerkt, welche Impulse oder hat es Impulse für Bad Kissingen nochmal speziell gegeben und gibt es Branchen, die auch davon profitiert haben?

00:27:06: Ja, also ich meine, man kann das sicherlich nicht.

00:27:08: Ich meine, wir sind aus dem Welterbetitel parallel mit Corona rausgekommen.

00:27:12: Also es ist schwierig, vorher nachher klar zu definieren oder festzulegen.

00:27:18: Aber nichtsdestotrotz.

00:27:19: Wir haben Turniergebäude gemacht und ich glaube nicht, dass wir die deutsche Stiftung Denkmalschutz dazu gebracht hätten, €四hunderttausend Euro mit zu investieren beim Turniergebäude, wenn es nicht bestandteil der Great Spa Towns auf Europe gewesen.

00:27:35: Wenn wir im Moment mit dem Bahnhof diskutieren, sollen Zukunftsbahnhof werden, dann meine ich, dass es einen signifikanten Unterschied macht, ob wir argumentieren, da gibt es ein Fürstenzimmer, das ist Bestandteil der UNESCO-Weltherbe, es ist Bestandteil dieser Bewerbung gewesen und wir erwarten jetzt als Stadt einfach, dass auch Geld in die Hand genommen wird.

00:28:01: Da bin ich mir sicher, dass ein Welterbestatt Bad Kiesingen mehr Chancen hat, auf diesen Ebenen Aufmerksamkeit und damit auch im später Mittelzufluß zu generieren, als wenn sie keinen Welterbetrieb leute.

00:28:15: Also da bin ich mir doch sehr sicher, dass wir auf den staatlichen und auch nicht staatlichen, aber quasi staatlichen Organisationen definitiv einen großen Pluspunkt haben, mehr Gewicht.

00:28:30: oder ich guck gerade auf die Herz Jesu-Kirche.

00:28:34: Da ist ja unten abgesperrt, weil oben die Gefahr ist, dass es platzt, weil Schäden einfach da sind.

00:28:42: Und wir sind im Hintergrund, im Hintergrund ein großer Diskussion auch gemeinsam mit der hiesigen Kirche bei dem Thema, wie schaffen wir es jetzt, möglichst schnell Mittel zu generieren, damit der Marienplatz, den wir ja erst erneuert haben, nicht auf Dauer abgesperrt werden muss.

00:28:59: Und dann geht es ja noch um den hinteren Teil der Kirche.

00:29:02: Und da können Sie mir glauben, wenn man dann auch mit den Kirchenvertretern spricht und auch nochmal aus Sicht des Denkmalschutzes dort zurecht argumentiert, dass es Bestand halt diese Kirche gehört, unmittelbar zu einem Welterbephänomen, dann hat man da schon eine ganz ganz andere.

00:29:18: ja Durchschlagskraft will ich nicht melden, aber Aufmerksamkeit.

00:29:22: Und also das ist erstmal so diese staatliche Leben.

00:29:25: Und dann merke ich einfach insgesamt, dass im Moment die Kraft einfach da ist in der Stadt.

00:29:30: Also wir haben ein Interesse, der an der Stadt da ist.

00:29:33: Also wir sind von so einem Erwartungsspiel eines alten Kurorts ein bisschen verpappt und so weiter.

00:29:39: Obwohl, will ich auch sagen, zum Beispiel damals, wir über ... Entschuldigung.

00:29:46: Wir hatten eine Übernachtung von über eine Million.

00:29:49: Wir sind immer um die Eins, fünf Eins, sechs Millionen geschenkt werden.

00:29:52: Nur fünfundneunzig mal Eins, neun Millionen als die ambulante Badegur noch gab.

00:29:56: Aber wir haben ja damals diskutiert, als wenn hier nur Abrisslogen wäre.

00:29:59: Ich war damals gar nicht Urbegermeister.

00:30:03: Aber ich glaube, wir haben diese Drehung hinbekommen.

00:30:06: diese Drehung hinbekommen, dass wir im Aufschwung sind und nicht im Abschwung sind.

00:30:12: Und das hat mit diesem Welterbettippel zu tun, aber nicht direkt kausal, würde ich sagen, sondern insgesamt.

00:30:19: Das war in der Stadt mit den Rahmenbedingungen, die wir hier haben, auf einen insgesamt die Akteure aufgewacht sind.

00:30:28: Und wenn man das eben ausstrahlt.

00:30:30: und dann eben im Sonnenhof kommt und dann eben ein Grand Hotel Victoria erweitert, dann ist man dabei in diesem Spiel, dass andere sagen, Mensch, da geht es aufwärts und nicht abwärts.

00:30:44: Wenn wir mal in die Zukunft gucken, die touristische Weiterentwicklung, wie würdest du dir das für Bad Kissingen vorstellen?

00:30:51: Du bist ja jetzt auch durch diese Fusion mit Staatsbad natürlich auch noch näher dran.

00:30:58: Wie geht es da weiter?

00:30:59: Was ist da deine Vorstellung?

00:31:02: Also auf jeden Fall auch hier Diversifikation.

00:31:05: Also ich glaube, es gibt nicht mehr den Touristen.

00:31:09: Also Diversifikation und Beiträge für das gesundheitstouristische Profil generieren jenseits der Rehabilitation.

00:31:21: Was meine ich damit?

00:31:23: Also zunächst mal glaube ich, dass die Menschheit immer fragmentierter wird, immer pluralisierter wird, ja, die Gesellschaft.

00:31:30: Das heißt, die Lebensstile sind sehr stark verändert, wenn man allein diesen ganzen Wohnmobil-Tourismus anschaut.

00:31:35: Also, wie viele Leute sich kommenten, zu dieser Form Urlaub zu machen, die auch natürlich über die ökonomische Kraft verfügen, dann glaube ich, ist das etwas, was noch zu wenig bei uns ankommt.

00:31:46: Wir haben Wohnmobil-Stellplätze oben an der Quesales-Therme.

00:31:49: Ich sage, wir müssen an der oberen Saline, wir müssen an der Quesales-Therme.

00:31:54: Wir müssen möglicherweise mit Tiny House Konzepten, was jetzt nicht direkt Wohnmobil ist, beim Klaushof arbeiten.

00:32:02: Also die Tiny House Geschichte, da fahren dann wieder die Frankfurter und Rhein-Main-Metropolen-Families ab mit ihren Kindern, die zwei und fünf sind und eher ökologisch orientiert sind.

00:32:12: Ich bin mir sicher, dass das da funktioniert.

00:32:14: In der Kurve, wenn wir das Natur-Erlebnis-Zentrum bekommen, wir haben ja alle Voraussetzungen hier geschaffen, wäre für mich in der Kurve dieses Tiny House Konzepts was, glaube ich, funktionieren würde, dass man mit einem privatwirtschaftlichen Unternehmen zusammen dort oben Tiny House macht.

00:32:28: Sprichts dem Bereich.

00:32:30: ist es irgendwie so oder höher?

00:32:31: Nee, höher.

00:32:32: Wenn du in der Kurve bist, kurz vor der Klaustrufe.

00:32:34: Also da an der Seite, das wäre für mich, haben wir auch schon mal vorgeprüft, dadurch ausdenkbar, wenn dann die Kanalisation liegt für das Natur-Erlebnis-Zentrum, dass dort Klassen... ... oder auch und oder Familien dort übernachten.

00:32:47: Und das ist eine ganz andere Klientel, ... ... also wenn ich jetzt über die Wohnmobiler

00:32:50: stelle.

00:32:50: Absolut.

00:32:50: Die

00:32:51: Seventy Plasser, die ... ... mit irre teuren ... ... Karossen durch Europa fahren ... ... und nochmal ihren dritten Lebensabschnitt genießen, ... ... da müssen wir auch mehr Angebot schaffen ... ... oder wenn wir über ein Termenhotel schaffen.

00:33:04: Also jeder braucht heutzutage, glaube ich, ... ... seine eigene Bubble, ... ... die Kraft, die aus ihrer eigenen Kraft ... ... genügend anzieht.

00:33:12: Also man kann nicht ... statt sozialistisch in der Mitte planen.

00:33:15: Wir sind pauschal.

00:33:16: Also wir haben diese Brand oben drüber, dieses Welterbes.

00:33:21: Aber darunter bedienen wir, glaube ich, so spezifische Segmente, wo wir aber natürlich Angebote dann dafür haben müssen.

00:33:28: Das müssen wir unterstützen.

00:33:30: Und wie gesagt, ich glaube, ein attraktives merkt man ja an den Übernachtungskoten.

00:33:33: Wenn ich höre, wie kapital ist, wie gut es da läuft.

00:33:37: Die sieht man eigentlich gar nicht so stark.

00:33:39: Die haben immer hoch investiert, aber die haben ihre Strategie.

00:33:42: Die haben ihre Busunternehmen und die haben einen Volumen und einen Durchsatz.

00:33:47: Und das, glaube ich, brauchen wir in allen Feldern starke Akteure unter einem... Rahmenmarke, Bad Kissingen, die ausreichend Kraft hat, aber wir dürfen uns auch nicht überschätzen.

00:33:58: Also es muss schon ein qualitatives Angebot sein, weil natürlich wir sind eine Mittelstadt.

00:34:04: Und deswegen sage ich den letzten Bereich, den gesundheitstouristischen Bereich würde ich doch ganz gerne durch eine Verstärkung der Vernetzung der Akteure in der Staatsbahn weiter ausbauen.

00:34:13: Deswegen haben wir auch den Sebastian Dresdbach unter Weihnachten.

00:34:16: Also ich glaube ich auch mir wirklich von Sebastian Dresdbach mir mir ganz sicher, dass er das tun wird.

00:34:20: dass wir es schaffen, uns die Frage zu stellen, was heißt denn eigentlich Kuren aus dem neunzehnten Jahrhundert, zwanzigste Jahrhundert, was heißt das eigentlich heute?

00:34:30: Ja, dieser ganze präventive Bereich, der ganze, in der Gesundheitswärtschöpfungskette war ja der... Gesundheitstouristische Bereich Bad Kissings immer auf der präventiven Ebene.

00:34:40: Wir sind ja jetzt später im nach- stationären Bereich in den Rehab- und Literativen Bereich bekommen.

00:34:45: Aber eigentlich war unsere Kernmarke präventiv.

00:34:48: Und was ist denn noch präventiv?

00:34:51: Die Übernachtungszahlen sind mir auch zu gering.

00:34:54: ambulante Badekurs, habe ich Initiativen gestartet.

00:34:56: Man kann ja auch beim Ralf Brat, beim Badearzt genufen.

00:35:00: Die Zahlen sind nicht signifikant nach oben gegangen zu meinem Down, obwohl wir es einfacher denn je gemacht haben.

00:35:05: Da erwarte ich mir einfach von der Hälfte der Übernachtungen, die immer noch im rehabilitativen Bereich und im gesundheitstouristischen Bereich sind.

00:35:12: Da erwarte ich mir einfach, dass wir als Player stärker werden, auch vom Rahmen her, von oben vom Dach her, was ich gerade gesagt habe.

00:35:20: Da glaube ich, können wir noch mehr tun.

00:35:22: Wir haben hier wahnsinnig viele Ärzte in den Reha-Kliniken.

00:35:24: Aber da müssen auch und da bitte ich drum und erwarte auch, dass die Akteure mitmachen.

00:35:28: Dass nicht jeder so siloartig sein Business macht im Gesundheitssektor, sondern Frage nicht so, was kann Bad Kissing für dich tun, sondern was können wir gemeinsam in Bad Kissing tun, ist so da mein Motto.

00:35:38: Da glaube ich, geht noch mehr.

00:35:39: Ja,

00:35:39: okay.

00:35:41: Jetzt ... Lass uns zum Ende dann nochmal auf das Kulturangebot Veranstaltungen gucken.

00:35:47: Auch immer gerne mit einer Diskussion auch in der Stadt.

00:35:52: Wenn wir sehen, wir haben ein Kissinger Sommer als natürlich herausragendes Projekt.

00:35:57: Wir haben aber jetzt auch die Open-Air-Konzerte seit einigen Jahren, die ja wirklich viele Leute mittlerweile hier in die Stadt locken.

00:36:04: Wenn man sieht, jetzt Max Littmann-Saal ist eigentlich fast jedes Wochenende, jetzt am kommenden Wochenende ist Max Giesinger dann da.

00:36:12: Also immer wieder auch tolle Leute hier vor Ort.

00:36:15: Wie wichtig sind solche Veranstaltungen und das kulturelle Angebot für die Stadt?

00:36:21: hat was mit der Qualität zu tun des Aufenthalts.

00:36:24: Wir können nicht, wir haben bestimmte Grenzen.

00:36:26: Wir haben die grünen Flächen, wir haben Altenberg, man kann hier Wandern, Freizeitorientierung.

00:36:30: Aber dieses Erlebnis ist unheimlich wichtig und wir haben die Seele, die jeder Phänomenal findet, die herkommt, die uns auch viel Geld kostet.

00:36:38: Und daher brauche ich Volumen da drauf.

00:36:40: Also ich halte es für sehr, sehr wichtig.

00:36:42: Und ich glaube, wir haben es jetzt mittlerweile sehr gut geschafft, das zu diversifizieren, was das Musikangebot anbelangt.

00:36:47: Da bin ich eigentlich mittlerweile gut zufrieden.

00:36:50: Und das war ja auch explizit mein Mantra von Beginn an.

00:36:54: Wir dürfen nicht nur Klassik machen, wir müssen auch Rock machen, wir müssen auch Pop machen, wir müssen auch von mir aus Volksmusik noch machen.

00:37:00: An die Burg.

00:37:01: Ja, an die Burg.

00:37:02: Und jetzt kommt der entscheidende Punkt, was machen wir da draus?

00:37:05: Machen wir das hier zum Regional-Event von Bad Kissinger, kommt ein Schweinfutter in Würzburger?

00:37:10: Oder schaffen wir es mit den hiesigen Akteuren, das miteinander zu verknüpfen.

00:37:13: Auch das ist ein Job für die Staatsbad.

00:37:15: In der nixter Zeit zu sagen, wie kriegen wir es jetzt hin, dass wir hier eine Welle da reinbekommen.

00:37:19: Es gibt verdammt viele Antibox-Fans.

00:37:21: Und genauso gibt es wahnsinnig viele Giesinger-Fans.

00:37:24: Das sind aber alles Milieus.

00:37:26: Das ist immer meine zentrale These.

00:37:28: Oder Communities sagt man ja heute mittlerweile, ich komme eher aus sozialesenschaftlichen, heute wird man von Communities vielleicht sprechen.

00:37:34: Ich finde aber gut diesen Begriff.

00:37:36: Und die müssen wir abholen, die müssen wir systematisch ansprechen.

00:37:40: Die müssen hierher kommen, die müssen das mal sehen, erleben, sie müssen auch übernachten.

00:37:43: Und dann sind wir auch im touristischen Bereich, kriegen wir unsere Beiträge hin.

00:37:47: Ja, also das ist so ein lebenslanges und vielleicht tun die Leute, die heute mit zwei und dreißig da sind, in zwanzig Jahren hier ihre Reha machen, weil sie warnen bei Kissing und sie fanden es gar nicht so verpappt, sie fanden es gut.

00:37:56: Genau.

00:37:57: Und aber da müssen die Akteure, das wird wirklich eine große Aufgabe sein, da müssen wir dieses Produkt, müssen wir gemeinsam gestalten, gemeinsam hinbekommen von so einem Erlebnis, dass es nicht nur so... once stopped.

00:38:08: oder auch im Hochzeitsbereich.

00:38:09: Das ist für mich auch jetzt mit der Netflix-Serie gigantisch.

00:38:13: Was haben wir da uns in der Aufmerksamkeit rein katabultiert.

00:38:16: Aber es müssen wir natürlich jetzt nutzen und das ist schon eine Aufgabe, wo wir jetzt gemeinsam daran arbeiten

00:38:21: werden.

00:38:21: Und vielleicht bleiben die Leute dann noch länger, fühlen sich hier wohl.

00:38:25: und kommen wir zum nächsten Punkt, Familie und Soziales.

00:38:28: Vielleicht lässt man sich dann hier auch nieder, wenn man das gesehen hat und sagt, ist ja cool, wir waren da auf Konzert und suchen sowieso.

00:38:36: Würdest du aus deiner Sicht sagen, Bad Kissingen ist eine familienfreundliche Stadt?

00:38:42: Immer so dieser Spruch noch, Bad Kissingen Stadt der Alten?

00:38:46: Ich sag mal, wir haben jetzt eine Seite letzte Woche veröffentlicht, junges Weltbad.

00:38:51: Gucken wir erst mal da drauf, was da so los ist und dann reden wir weiter.

00:38:55: Zweiter Punkt, wir haben ja jetzt in den letzten Jahren und sind gerade dabei, mit einem Komma zwei Millionen Sieben Spielplätze zu ertüchtigen.

00:39:05: Und ich muss sagen, ich halte das für die Größe unserer Stadt.

00:39:09: Ich habe manchmal den Eindruck, die Leute vergleichen uns mit Würzburg oder Nürnberg.

00:39:15: Also, und selbst da sage ich, so schlecht sind wir gar nicht aufgestellt.

00:39:19: Wir sind halt nur dreinzwanzigtausend fünfhundert Einwohner.

00:39:22: Also, das ist schon, wir sind eine kleine Mittelstadt und dafür bieten wir eine Menge für Familien an.

00:39:28: Aber wenn jetzt sozusagen die Erwartung ist, Das heißt, ich geb mein Kind in der Trampolin-Halle ab, dann kann ich möglichst schnell umsonst am besten weg und muss mit meinen Kindern nicht beschäftigen.

00:39:39: Das wird schwierig.

00:39:39: Da sage ich auch, bitte beschäftigt euch mit euren Kindern.

00:39:42: Obwohl wir sogar das haben.

00:39:44: Wir haben einen Aktivspielplatz,

00:39:47: wo

00:39:47: man tatsächlich unter sozialpädagogischer Betreuung sein Kind abgeben kann.

00:39:50: Also verrückt, das gibt es nicht in anderen Städten.

00:39:52: Ich wundere mich immer wieder, wo man hemmern kann, sogar unter Aufsicht.

00:39:56: Und wir haben auch ein Yucuz, was permanent aufhat, wo man auch seine Kinder tatsächlich abgeben kann, die ein bisschen älter sind.

00:40:06: Und von daher sind wir definitiv familienfreundlich.

00:40:10: Ich habe ja in Berlin-Göttingen-Würzburg gewohnt und in der Regel kommen solche Erwartungen von Menschen, die noch nie weg gewesen sind.

00:40:20: Also weil ich kenne, ich habe auch in einer kleinere Stadt im Rhein-Main-Gebiet gewonnen.

00:40:24: Ingegrüße wie Bad Kissingen.

00:40:25: Nicht ansatzweise das Angebot.

00:40:28: Was ist da dann dein Plan für die nächsten sechs Jahre im Bereich Familie und Soziales?

00:40:35: Wo möchtest du da noch Akzente setzen?

00:40:39: Also ich glaube, wir haben ein sehr gutes Angebot, wie ich schon gesagt habe, erst mal die Herausforderung ist das zu halten, muss man wirklich sagen.

00:40:46: Wir haben im Freibad zum Beispiel jetzt, wenn ich das sehe, wie wir das Freibad der Tüchter haben, dann will ich erst mal, dass wieder mehr Kinder ins Freibad kommen und mehr Jugendliche.

00:40:56: Also wir haben sieben, siebzig tausend gehabt.

00:40:57: Wir haben hundertvierzig, hundertfünfzig tausend gehabt.

00:41:00: Wir nehmen sieben, neun Millionen Euro in die Hand gemeinsam mit anderen, mit dem Bund.

00:41:04: Also da sage ich erst mal, wir müssen es erst mal wieder schaffen, die Angebote, die da sind, in der Nutzung zu zuführen.

00:41:10: Also was neu ist, immer neu, neu, neu, immer diese Erwartung an die Stadt, da muss ja nochmal, nochmal mehr, nochmal näher, nochmal näher.

00:41:15: Nee, Leute, also das so wird es nicht funktionieren.

00:41:17: Also... Wir werden uns erst mal drüber unterhalten müssen, dass ihr das nutzt, was da ist.

00:41:23: Und natürlich kann ich mir vorstellen auch, ich glaube, das war eine Leserfrage auch gewesen auf der Podiumsdiskussion, dass wir, wenn die Eishalle nicht funktionieren sollte, wenn wir zurückkommen, habe ich ja schon im letzten Podcast gesagt, dass wir dort eine Indoor-Spielplätze einbekommen.

00:41:36: Kein Thema.

00:41:37: Ja, also finde ich auch sehr attraktiv, wo der Pettletail etwas da so in ist.

00:41:41: Alles gut, daran arbeiten wir.

00:41:42: Aber erst mal muss ich sagen, haben wir ein Angebot, was teilweise minder ausgelastet ist, auch die Angebote im U-Courts, wenn es drum geht um Bastelnachmittage, um die Games werden ganz gut angenommen.

00:41:58: Ich wüsste nicht, was man da jetzt erst mal mehr machen soll.

00:42:00: Wir sind immer offen für miteinander zu sprechen, was man noch bräuchte oder Konzerte.

00:42:06: Wir haben früher zum Beispiel, als ich Jugendlicher war, haben wir Konzerte organisiert.

00:42:09: Die haben wir mit der Stadt Jugendarbeit organisiert.

00:42:11: Es wird hier niemand die Türen zu machen und sagen, wir machen ein paar Konzerte von Jugendbands wieder.

00:42:17: Also Frage nicht, was wir für dich tun können.

00:42:20: Frage dich, was wir gemeinsam in der Stadt tun können.

00:42:23: Also quasi dein Angebot.

00:42:26: der offenen Türen.

00:42:27: Absolut, sind wir froh darüber.

00:42:29: Aber wir müssen mal weg vom Computer, vom Spielen, runter von der Shoppinghaltung, die Stadt Müsemar und so weiter.

00:42:39: Lasst uns doch gemeinsam was machen.

00:42:40: Ich habe da viel Zeit mit verbracht, das umsonst und draußen mit zu organisieren früher.

00:42:45: Mit dem damaligen Stadtjugendarbeiter Bernhard Ziebeck.

00:42:48: Und da sage ich mir heute, Leute... Wo seid ihr?

00:42:51: Wo seid ihr?

00:42:51: Lasst uns was machen.

00:42:52: Aber nicht diese Shopping-Haltung.

00:42:54: Wir machen gerade das Freibad.

00:42:55: Und wenn das nicht ist, dann motzen wir.

00:42:56: Aber das Hallenbad ist ja noch nicht da.

00:42:58: Geht erst mal ins Freibad.

00:42:59: Wo seid ihr da?

00:43:00: Oder dann geht ihr ins Kuro zum Schwimmen zwischenzeitlich.

00:43:04: Ich möchte ein bisschen im Moment diese Shopping-Haltung rausnehmen.

00:43:10: Wir kommen schon in rupigere Zeiten rein.

00:43:12: Die zeigen... Nicht nach oben, was das insgesamt, was das Möglichkeit anbelangt, noch mehr zu schaffen.

00:43:20: Oder fahrt mit dem Fahrrad durch den Kurpark.

00:43:22: Wie schön ist das?

00:43:23: Also macht was mit euren Kindern.

00:43:25: Und da lasst sie im Yukuts, wo wir ein Angebot haben.

00:43:30: Ich glaube, es gibt genug Möglichkeiten, aber da, wie gesagt, ich komme zum Ende hin, junges Weltbad einfach mal

00:43:36: anschauen und dann

00:43:37: redet man drüber, was noch nicht da ist.

00:43:38: Richtig, absolut.

00:43:39: Oder die Vereine natürlich auch machen herausragende Arbeit hier.

00:43:42: Da muss man gar nicht drüber reden, können Sie sich auch gerne da hinschauen.

00:43:49: Wir haben ja auch beim letzten Mal schon darüber gesprochen, über Betreuungsangebot, das brauchen wir glaube ich jetzt auch nicht aufmachen, Kindergärten Hort und so weiter, ist ja das Betreuungsangebot in den letzten Jahren extrem entstanden und hier auch wieder in Sichtweite

00:44:02: entsteht ja der nächste Kindergarten.

00:44:03: Da haben wir ja ein Problem gehabt, definitiv, also muss man nicht nur rumreden, das war nicht gut, als ich begonnen habe und wenn wir abstellen im Laufe des Jahres.

00:44:10: Und klar, das Thema ist immer noch auch Ganztagsbetreuung, Hortbetreuung.

00:44:15: Da sind wir dran, werden wir erfüllen.

00:44:18: Nichtsdestotrotz hat es natürlich irgendwo Grenzen.

00:44:22: Es kostet wahnsinnig viel Geld.

00:44:24: Aber da sind wir gut unterwegs in Bad Kiesingen.

00:44:31: Letzter Punkt, Gebäude und Investitionen.

00:44:33: Da würde ich gerne von dir mal wissen, das kam ja auch schon in der ... in der Podiumsdiskussion so ein bisschen raus, aber vielleicht waren einige dann nicht da.

00:44:40: Da kann man sich fast nicht vorstellen, bei der Anzahl, die da nach waren, aber trotzdem Prioritäten.

00:44:47: Was aus deiner Sicht, wie würdest du jetzt in den nächsten Jahren, wenn du jetzt wieder gewählt wirst, deine Prioritäten in Richtung Gebäudeinvestitionen sind, gibt es da für dich so eine Prioritätenliste?

00:45:00: oder nach was, nach was gehst du, was würdest du gerne umsetzen?

00:45:05: Ja klar, es ist jetzt nicht ganz unbekannt, dass ich natürlich gerne irgendwann wieder einen Hallenbad haben würde.

00:45:11: Das ist klar, dass das das größte gesamtstädtische offene Thema ist, was unsere Gebäude anbelangt.

00:45:17: Ich würde gerne wieder den Tattasaal machen und würde auch gerne den Ratskeller öffnen.

00:45:22: Dazu haben wir ja auch, haben wir das letzte Mal drüber gesprochen, auch eine klare Rangehensweise, wie wir das tun.

00:45:26: Das hängt jetzt so ein bisschen auch von der Förderlage ab, wenn wir was tun können.

00:45:32: Das entscheidet sich auf dem Weg.

00:45:34: Also wir haben jetzt für alle drei Themen herangehensweise, wir machen ja gerade im Ratskeller geht es um die Belüftung und um die Wärmeversorgung, die wir, denke ich, ein absehbarer Zeit gemeinsam mit den Stadtwerken hinbekommen können und werden.

00:45:51: Und dann möchte ich da eigentlich, das sehe ich eigentlich, da ist nicht weil ich jetzt sage Ratskeller ist wichtiger als Tata.

00:46:00: Das ist wichtiger als das, sondern einfach, weil es da eine objektive Notwendigkeit gibt über die Heizungssituation.

00:46:06: Wir müssen da was machen.

00:46:08: Und dementsprechend wird die Entwicklung im Ratskeller meine Ansicht nach schneller vorwärtsschreiten.

00:46:13: Also jetzt zum Beispiel der Tattersaal, wo man leider erst mal sagen muss, das ist schon eine grüße Maßnahme.

00:46:18: Wir haben über Städtebaufförderungsmittel sind wir dran.

00:46:26: Das glaube ich wird ein bisschen länger dauern, das werden wir nicht sofort erledigen können.

00:46:30: Aber wir haben ja, es stellen sich für mich die Frage in Arnshausen, was die Nachnutzung anbelangt der der Schule, wenn die ausgezogen ist.

00:46:38: Das ist ein ganz wichtiges Thema.

00:46:39: Da möchte ich mehr Generationenhaus machen in Arnshausen.

00:46:43: Und es wird sich dann die Frage stellen, was passiert eigentlich mit dem Areal in Garets, da sage ich, die neue Mitte Garets ist der Weg.

00:46:50: Die würde ich ehrlich gesagt von der Bedeutung her sehr wichtig finden, dass Stadtteilbezogenen vorwärts kommen.

00:46:57: Und gibt es noch was, was du sagst, auch infrastrukturell, wo du jetzt weg von den Gebäuden infrastrukturell dann für die nächsten Jahre so auf der Prioritätenliste siehst?

00:47:11: Ja, gut, Straßen haben für mich eine sehr hohe Bedeutung.

00:47:15: Da müssen wir ran.

00:47:16: Ich meine, auch wenn ich selbst bei der Finanzlage, wenn sie so bleibt, das Problem, dass man dreißig bis vierzig Jahre zu wenig gebaut hat, die lösen wir, das habe ich schon mal gesagt.

00:47:26: Aber wir sind gut dabei.

00:47:30: Also wir haben erst mal die überregionalen Straßen, die kommen werden.

00:47:34: In den nächsten Jahren, das ist die B. two-sechsen-achtzig-neu, also Richtung Ahnshausen, der Direktanschluss A-hund-sebzig.

00:47:39: Wir werden die Südbrücke erleben, dass sie gebaut werden wird.

00:47:43: Es wird uns stark fordern, also das standliche Bau am Bauten.

00:47:47: Nicht

00:47:47: nur die Stadt, sondern die Bürger allgemein.

00:47:50: Ja,

00:47:50: eben.

00:47:50: Also das wird eine richtige Wumme.

00:47:52: Also das wird analog Garezza-Kreiseldimensionen werden.

00:47:57: Und wir haben dann noch die Brücken hinten in Kleinbrach, die kommen werden, wo wir dann die Straße dann ja auch erneuert bekommen in der Aux.

00:48:06: Dort die Ortsdurchgang durch Kleinbrach wird erneuert werden.

00:48:12: Also das sind die ersten Überregionalen, wo wir so dabei sind, aber nicht direkt Bau her sind, die uns richtig knackig was fordern werden.

00:48:18: Wir hoffen, dass der Ostring vom schadlichen Baum angegangen wird.

00:48:22: Also von der Entschuldigung von der Schlachthof-Kreuzchen, der so genannten, bis zur Kluske oder Farberkreuzung, je nach Alter.

00:48:33: Wie alt sie sind.

00:48:34: Sie können sich aussuchen, welchen Begriff sie nehmen.

00:48:37: Da hoffen wir, dass der Ostring in den nächsten Jahren auch kommen wird an Erneuerung.

00:48:42: Das sind die, sozusagen, ich würde sagen, die regionalen Straßen sein.

00:48:46: Und dann werden wir schauen, dass wir mit den drei Komma eins Millionen Sondervermögen möglichst weit kommen.

00:48:52: Da sind wir im Moment dabei zu schauen, wo wir die geschickt kombinieren können, die Fördergelder und wo straßbaumäßig gesehen und tiefbaumäßig gesehen es am meisten Sinn macht.

00:49:04: Und da werden wir auf jeden Fall im neuen Stadtrat uns mit beschäftigen.

00:49:07: Es wird demnächst weitergehen, auch mit den kommunalen in der örtlichen Straßen.

00:49:11: Die letzte war ja, die Teilstück hat man straßlich gemacht.

00:49:15: Und jetzt muss man sehen, dass wir das geschickt sortieren, weil wir halt einen wahnsinnigen Mittelabfluss auch im Moment haben, weil wir so viel Hochbauprojekt, wie gesagt haben, können wir investiv auf der Strecke dann erst finanziell ran, weil wir ja immer in der Lage sein müssen, unsere Zahlungserpflichtung nachzukommen.

00:49:33: Also wir müssen finanzen, Straßenzustand, tiefbautechnischer Zustand und sparten wie Stadtwerke.

00:49:44: miteinander geschickt kombinieren und dann einen Vorschlag und dann rein.

00:49:48: Okay, prima.

00:49:50: Dann haben wir da auch die Sache rund zum Schluss des Gesprächs.

00:49:55: Würde ich noch mal auf dich kommen und deine persönliche Motivation, dass wir so ein bisschen zum Anfang zurückkommen.

00:50:03: Genau, Motivation.

00:50:05: Was war für dich so der ... Dein Slogan ist ja weiter machen, Ausrufezeichen.

00:50:12: Was motiviert dich tatsächlich jetzt zu sagen, ja, weitermachen.

00:50:15: Ja, meine Heimat statt in die Zukunft zu führen.

00:50:18: Das war vom Beginn meiner Motivation.

00:50:20: Das wird auch nicht von heute, von einem auf dem anderen alle Themen hinbekommen, sondern wir müssen sie in die Balance bekommen.

00:50:28: Also in die Zukunft führen heißt für mich in die Balance bekommen.

00:50:30: Und Balance heißt für mich, dass wir finanziell, wirtschaftlich, technisch eigentlich so eine Phase der umfassenden Modernisierung hinbekommen.

00:50:41: Also wo wir all die Großthemen und viele davon haben wir gelöst in den vergangenen sechs Jahren, aber noch nicht alle.

00:50:47: Dass wir die.

00:50:48: am Ende, wenn ich hier aufhör, möchte ich das Ganze in der Balance haben, dass ich sagen kann, wir haben hier alles zueinander bekommen.

00:50:54: Wir haben nochmal drei bis fünf Unternehmen in der Kaserne.

00:50:56: Die zahlen nochmal drei bis fünf Millionen Gewerbesteuereinnahmen pro Jahr.

00:51:01: Wir haben eine Staatsbad, die dauerhaft gesichert ist.

00:51:03: Wir haben die neue Altstadt hinbekommen.

00:51:06: Es wird jetzt eine Gasse nach der anderen gebaut.

00:51:08: Vielleicht auch alle schon sind gebaut worden.

00:51:11: Die Fußgängerzone ist damit in der Innenstadt erneuert.

00:51:14: Und wir haben noch mal Einwohner, noch mal zusätzliche Einwohner genommen, die noch mal Einkommensteuer bezahlen.

00:51:20: Also wir haben nicht dreiundzwanzig fünf Einwohner, sondern vierundzwanzig fünf oder fünfundzwanzigtausend Einwohner.

00:51:26: Und es ist wirtschaftlich, technisch, ökonomisch in der Balance.

00:51:30: Und dann tun wir die Straßen vielleicht noch mit dem zusätzlichen Geld, was da ist, pö, apö, apö, die Straßen tatsächlich erneuern.

00:51:35: Das halte ich für eine... Ballossituation.

00:51:38: Ja, und bis dahin will ich das hier machen, bis ich das in der Balance habe.

00:51:41: Und das braucht noch ein paar Jahre.

00:51:43: Wirklich viele.

00:51:44: Ich weiß gar nicht, wenn ich ganz offen bin, weiß ich gar nicht, ob wir so viel in so schneller Zeit in Zukunft schaffen.

00:51:49: Ich wollte mich jetzt gerade fragen, ist das Bild, was du zeigst, wird es weiter aus dem Jahr oder schon weiter?

00:51:55: Also für mich, ich habe ja nie einen Zweifel dran gelassen, dass das auch nicht meine letzte Amtszeit sein soll.

00:52:01: Für mich persönlich, wenn ich die Ideen habe, die Akzeptanz habe, spüre noch.

00:52:07: Und wenn ich auch persönlich gesundheitlich gut drauf bin weiterhin, dann habe ich nicht vor, in einer in der nächsten Periode wieder aufzusetzen.

00:52:18: Ich möchte es wirklich in die Balance bekommen und so übergeben, um dann sagen zu können, die Stadt steht wieder sauber dar, aus allen Eckenzahlen betrachtet.

00:52:31: Das ist mein Wunsch und mein Ziel.

00:52:34: Super, dann war das nämlich genau, die wäre meine Abschlussfrage gewesen.

00:52:38: Wie stellst du dir bei Kissingern im Jahr two-thausend-zweiunddreißig vor Folgen vor?

00:52:44: Und so hast du es ja direkt schon beantwortet, was du siehst.

00:52:50: Ich sage danke für das Gespräch, wünsche dir auch deinem persönlichen Erfolg.

00:52:56: jetzt erstmal für die Wahl, aber auch wir werden sehen, auch für die Zukunft natürlich.

00:53:00: Alles

00:53:00: Gute.

00:53:01: Vielen Dank, alles Gute, bis bald, ciao.

00:53:04: Das war das vollständige Gespräch mit Dirk Vogel.

00:53:07: Wenn ihr die Aussagen einordnen und vergleichen möchtet, in der Hauptfolge von KISTalk findet ihr die wichtigsten Punkte im direkten Vergleich.

00:53:15: Danke fürs Zuhören und danke fürs Dranbleiben.